Wenn ich ein Bauarbeiter wär, dann hätt ich keinen Sorgen mehr

25. Aug. 08 in , bisher 1 Kommentare

Natürlich habe ich nichts gegen Bauarbeiter. Handwerklich begabte Männer und Frauen verdienen meinen vollsten Respekt, treffe ich doch gerade mal mit mehr Glück als Talent den Nagel mit dem Hammer. Doch leider lassen sich einige Eigenheiten und Ticks dieser Berufsgruppe nicht ganz verleugnen.

Ich bin derzeit in der “glücklichen” Lage ein Paar Exemplare in ihrem natürlichen Lebensraum – dem Bau – zu betrachten und mache einige interessante Beobachtungen.

Klischees sind doof und ich bediene mich derer nicht sehr gern, in diesem Fall muss ich aber mal die Mottenkiste aufmachen und die darin befindliche Klischee-Liste vom Staub befreien.

1. Bauarbeiter machen ständig Pause

Stimmt.
Wer körperlich hart arbeitet, der brauch “och mal ne Pause”. Oder wie es aktuell in meinen Gehörgang schallt “Kommste ehne mit roochen?” Der vielzähligen Raucherpausen folgen viele übliche und natürlich gesetzlich vorgeschriebene Ruhephasen: Frühstück, Brunch, Mittag, Vesper, Kaffee, Abendbrot… äh…. Ein fließender Übergang von der Raucher- in die “normale” Pause ist dabei nicht unüblich.

2. Vorarbeiter sind laut

Stimmt.
Ein Vorarbeiter, sofern er denn anwesend ist, muss laut sein. Er ist der treibende Motivationsfaktor, der Trommelschläger, der Detlef D! Soost des Baus. Und da es “aufm Bau” ja eher rauer und lauter zugeht, braucht es ein ordentliches Stimmchen, um bei der Mannschaft Gehör zu finden. “Jetzt schau dir das wieder an! – Ist das etwa ORDENTLICH VERPUTZ, du Nase?? -Nee, machste nochmal neu, und setz deinen HELM ENDLICH AUFHIER IS HELMPFLICHT!”. Vorarbeiter können durchaus nützlich sein, sie könnten dafür sorgen, dass die Arbeit vielleicht noch zügiger und noch korrekter verrichtet wird. Denn schließlich sind es sie, die die Kopfnuss vom Kunden bekommen.

3. Bauarbeiter haben immer Recht

Stimmt.
Egal wie krumm und Hundertwasser-mäßig ein Objekt auch wird, vermessen wurde sich nicht. Bauarbeiter sind unfehlbar, ihnen Fehlbarkeit nachzuweisen würde eine fatale Kettenreaktion auslösen. Weiß würde Schwarz werden, oben würde unten werden – Die Galaxie wäre in ernster Gefahr.

4. Bauarbeiter pfeifen hübschen Frauen nach

Stimmt nicht.
Oder wie sonst erklärt es sich, dass ich noch kein Pfeifen in meiner Hör- und Sichtweise mir gegenüber vernommen habe? :-D

Ach, eigentlich sind sie doch ganz nette Leute und nützlich dazu auch noch. Wenn erstmal alles steht und hübsch aussieht, schaut man doch gern mal über die Dauer oder die angewandten Methoden hinweg, oder? Das Wort “Pfusch” hier in diesen Artikel unterzubringen, wäre doch arg garstig und sicher beispiellos unfair, oder?

Leise rieselt der Putz…

1 Kommentare

  1. Gravatar dieses Kommentators Norfi [Permlink] 25.05.2009

    soo halloo :D
    ich bin seit heute praktikant auf ner baustelle und ich muss sagen :D:D du hast recht..;)
    was fehlt, ist wohl noch das auch sehr bekannte “bauarbeiter-dekoltee”, denn von den 10 anderen arbeitern..hab ich es von vieren schon präsentiert bekommen, zwei davon ohne unterwäsche..=D.
    was klar herausgestellt werden muss, ist die bauarbeitersprache, welche stets im brüllton und im breitesten plattdeutsch um meine ohren schallt.
    beispiel:
    “Häää Horrs!! watt is datt da fürn plaat?”
    “Vierunfuffzisch”
    und dritter und letzter fehlender punkt ist..
    im sommer, wie es jetzt ist, kann man bauarbeiter auch privat sehr gut erkennen, an ihrer überaus braunen haut, welche meines achtens eigentlich nicht NOCH brauner werden kann….

    Also..;) bis dann und lg

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