Rückwärtssprechen für Anfänger
Kürzlich bin ich an ein altes Spiel aus Kindertagen erinnert worden. “Rückwärts-Sprechen/Schreiben”. Wir Kinder vom Dorf hatten ja noch eine lebendige Phantasie und sonst nicht viel zu tun, also belustigte man sich mit Spielen solcher Art. Da wurde aus Daniela Kunert dann Aleinad Trenuk oder aus Hund Dnuh und aus Katze Eztak. Wer ganz schlau war bildete auch richtige Sätze und unterhielt sich mit einem mindestens genauso Schlauen auf Rückwärtsisch.
Wenn ich mich heute daran probiere, merke ich das Alter – Es wird immer schwerer spontan Rückwärtsisch zu sprechen, nix mit “wie Fahrradfahren”. Da hilft nur noch Stift und Zettel. Aber lustig ist es durchaus immer noch.
Rückwärts-Sprechen/Schreiben hatte schon immer etwas Besonderes für mich. Bevor ich es als Geheimsprache entdeckt habe, hatte ich mir als kleines Kind eine ganz eigene These ausgedacht: Ich war fest davon überzeugt, dass Rückwärtsisch gleichbedeutend mit Englisch ist. Wenn ich also lerne alles rückwärts zu schreiben und zu sprechen – hey – dann kann ich Englisch… Mutti gucke mal – ich kann Englisch! Man war ich stolz.
Ok, mittlerweile weiß ich es besser. Jetzt weiß ich das Rückwärtisch nicht Englisch ist … sondern Schweizerisch! Hört mal einen Urschweizer sprechen – ihr werdet wissen, was ich meine!
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Nicht Schweizerisch die sprechen Kauderwelschich, das ist Bayrisch aber die hauen nicht nur die Wörter umgekehrt raus sondern setzen auch noch ein paar Vokale falsch!
Also ich bleibe dabei, dass Schweizerisch Rückwärtsich ist. Gerade erst wieder mit nem Schweizer gesprochen. Das die vor lauter “krrkkkrrkkrchch” keine Halsschmerzen bekommen…Mhm, interessanter Weise kommt ja “Ricola” auch aus der Schweiz.