Mrs. Felsenheimer ist gegen ... Tokio-Hotel-Bashing

15. Mär. 10 von Daniela in , jetzt Kommentar schreiben

Zeit mal wieder eine neue Rubrik zu kreieren. “Mrs. Felsenheimer ist gegen…” habe ich geschaffen, um aktuelle oder auch permanente Missstände anprangern, wie sie mir häufig im Alltag begegnen. Wie zum Beispiel dieses penetrante “Tokio-Hotel-Bashing”. Vor einiger Zeit gab es hier in Magdeburg diesen Vorfall vor einer Disko. Gustav, der Schlagzeuger, hatte ordentlich eins auf die Mütze bekommen. Warum? – Ist doch egal, er ist bei Tokio Hotel – BAMM! Und das geht munter so weiter…

Bill ist eh schwul, so wie der rumläuft – BAMM! Außerdem klaute er seinem Frisör die Image-Idee – BAMM! Die machen eh nur Teenie-Mucke – BAMM!BAMM BAMM BAMM. Warum kriegen die Band-Mitglieder also ständig verbal aber auch physisch aufs Maul, frage ich mich.

Die Jungs haben nun einmal das Pech aus Sachsen-Anhalt zu kommen, genauer aus Loitsche (fälschlicherweise wird immer Magdeburg angegeben). Das ist zum einen schlecht weil es eben im “Osten” liegt und man dadurch eh schon sehr vorurteilsbelastet ist und zum anderen machen es einem die Leute aus der Heimat auch nicht angenehmer. Was sie nicht an geografischen Vorurteilen haben, machen sie durch Neid und Missgunst wieder wett. Da stehen sich also “Ossis” und “Wessis” in nichts nach. Rechtfertigt doch aber in keinster Weise dieses diese Aggroität.

Ich selbst bin weder Fan, noch Verweigerer und erst recht bin ich kein Hasser. Allerdings finde ich den Weg, den die Band gegangen ist und die Ziele, die sie erreicht haben anerkennenswert. Aus der tiefsten aller Provinzen haben sie es nicht nur geschafft (dauerhaft) in der deutschen Musikszene vertreten zu sein, nein sogar der Sprung ins Ausland ist ihnen geglückt. In Frankreich, Japan, sogar in den USA füllen die Jungs aus Loitsche mittlerweile große Hallen. Außerdem tun sie auch was für ihren Erfolg und arbeiten auch hart dafür.

Unklar warum einige so aggressiv aggro gegen Tokio Hotel sind. Aber wahrscheinlich läufts mal wieder nach dem Motto: Gönne dem, der dir was gönnt – und sonst gar keinem was.

Peinlich.

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