Wir farin Urlaub

20. Feb. 11 von Daniela in , bisher 1 Kommentare

Wie, was, hä? Hat sie jetz multiple Persönlichkeiten? Wird sie jetzt dem Herrn Felsenheimer abtrünnig? Nein und Nein. Es ist wie es ist: Wir fahren in (den) Urlaub.

Entschluss gerade gefasst. Ja, auch mit Baby. Und nein, ich weiß nicht worauf ich mich da einlasse. Kann gut möglich sein, dass wir gestresster als erholter zurückkehren, aber hey – einen Versuch ist es wert. Es geht auch nicht so weit weg. An die Ostsee, wahrscheinlich. Ganz so, wie es unser Freundeskreis prophezeit hat (“Mit Kind fahrt ihr nur noch an die Ostsee”). Man muss auch mal Klischees erfüllen.

Dank des Grafen bin ich seit Juli letzten Jahres im Besitz eines Gutscheines für dieses Hotel . Und heute fiel er mir wieder in die Hände. Sofort hatte ich Meeresrauschen im Ohr (oder war es doch nur ein Tinitus?). Nach kurzer Rücksprache mit dem anderen Todd-Elternteil wurde beschlossen: Urlaub. Jetzt.

Allerdings bevorzuge ich derzeit noch die Variante des Babyhotels. Was erstmal abschreckend klingt, klingt nach näherem Studium nur logisch. Babygerechte Einrichtung und -Ausstattung und vergessen wir nicht die Babybetreuung. Zusammen mit einem Wellnessarangement – now we’re talking!

Morgen werd ich dann mal unsere ausgewählten Hotels telefonisch heimsuchen. (Baby)Hotels dieser Ostsee Welt wappnet euch!

Nutzlos

22. Mai. 08 von Daniela in , bisher 3 Kommentare

Manchmal braucht man einfach Freunde.

Zum Heulen, zum Lachen, zum Quatschen… Und manchmal im Leben gibt es Situationen, die sind gerade dafür geschaffen, einen treuen Freundschaftsdienst zu leisten. Blöd nur, wenn man dann nicht gebraucht wird.

Eine gute Freundin von mir heiratet in gut einem Monat. Und ich darf ihre Trauzeugin sein. Ein an sich verantwortungsvoller Job. Man hilft beim Organisieren, gibt Tipps und wählt verschiedene Dinge mit aus – man unterstützt einfach die Braut. Gestern rufe ich meine Freundin an und frage sie, wie schon häufig davor: “Und du brauchst wirklich keine Hilfe?”, darauf sie:” Nein, wir haben alles genau geplant, aber danke dir.”. Etwas bedrückt gebe ich mich geschlagen und begnüge mich damit, hoffentlich am Tag der Hochzeit meinem Titel als Trauzeugin gerecht zu werden. Dann höre ich am anderen Ende der Leitung auf einmal ein aufgeregtes:“Doch!”, ich hebe den Kopf und meine Augen glänzen freudig. “Ja?”, frage ich. “Ich brauche noch deine Hilfe”. Juhu, denke ich mir. “Ich brauche mal deine Adresse, fürs Standesamt.” Der Blick senkt sich wieder und ich gebe mit trostloser Stimme meine aktuelle Adresse durch.

Ich fühle mich nutzlos.

Eine andere gute Freundin von mir zieht um, nach Magdeburg, in meine Heimat, an diesem Wochenende . Toll, wie ich finde und ich reibe mir meine Hände. Jetzt wird angepackt! Gerade ruft sie mich an, weil ich ihr vorher eine SMS geschickt habe, in der ich ein xtes Mal nachgefragt habe, ob sie WIRKLICH nicht meine Hilfe braucht. “Also danke nochmal für dein Angebot”, beginnt sie “aber da ich ja eine Umzugsfirma beauftragt habe und meine Ellis mir helfen, brauchste wirklich nicht extra vorbeikommen”. Na danke, genau das wollte ich nicht hören. “Na gut”, sage ich darauf. “Aber vielleicht kann ich ja mal am Sonntag vorbeischauen, vielleicht liegt ja noch was an. Oder vielleicht kann ich dir bei der alten Wohnung helfen, da muss doch sicher noch was gemacht werden.” Am anderen Ende der Leitung höre ich ein kurzes Schnaufen, als ich merkte dass meine Freundin fieberhaft überlegte, wie ich ihr noch helfen könnte. “Nee, dass ist auch schon alles aufm Weg.” Na gut, denke ich mir, ich will mich ja niemandem aufzwingen.

Und ich fühle mich noch nutzloser.

Das Wochenende kommt und ich bin gefangen zwischen dem Gefühl der Nutzlosigkeit und Unbeholfenheit. Ich würde ja sooooooo gern jemanden helfen, bitte!!!! Irgendwer… Mein Gewissen muss einen Freundschaftsdienst leisten, sonst quält es mich unaufhörlich weiter.

Ich appeliere an meine Freunde: Ich gehe zu Grunde wenn ich EUCH NICHT HELFEN KANN!

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