Nix mit Perlentaucherei

05. Apr. 12 in , jetzt Kommentar schreiben

Ich war kürzlich zum Hörtest geladen. Mit einer ordentlichen Portion Prüfungsangst schickte ich mich an, diesen zu bestehen. Bei so einem Test passiert folgendes: Zunächst wird mittels eines Ohrstöpsels der Innendruck gemessen. Daran erkennt man ob das Trommelfell dicht ist. Danach erfolgt der eigentliche Hörtest. Dazu bekommt man sehr modische Kopfhörer aufgesetzt. Nun wird jedes Ohr einzeln mit hohen und tiefen Tönen beschallt. Die zunächst leisen Töne steigern sich in ihrer Lautstärke und der Getestete gibt dann an, wann er diese Töne hören kann. Dadurch wird eine Kurve ermittelt, die einem dann bescheinigt, ob man hört oder eben nicht.

Das Ergebnis war zufriedenstellen. Gemessen am Niveau des zuletzt ausgeführten Tests vor 4 Jahren ist jenes annähernd gleich geblieben. “Normalgehör” wurde attestiert. Doch nachdem Frau Doktor die Ohren unter die Lupe nahm, verzog sie ein wenig das Gesicht. “Tauchen Sie gern?”, fragte sie mich. Ich zuckte die Schulter. “Nicht wenn es nicht sein muss.”, meinte ich. “Ok. Dann lassen Sie das auch. Mit diesen Ohren dürfen Sie nicht tauchen.”.

Hmm…Es ist ja so: Es gibt Dinge, auf die man nie im Leben gekommen wäre oder von denen man geahnt hätte, sie irgendwann einmal machen zu wollen. Und wenn man es dann amtlich nicht darf, ist das irgendwie blöd. Ich habe mir nie Gedanken ums Tauchen gemacht. Jetzt brauch ich mir auch nie welche machen. Eine Tauchtauglichkeit werde ich nie ausgestellt bekommen. Ich will immer noch nicht tauchen. Aber ich will die Möglichkeit. Na gut. Schnorcheln ist auch toll!

Feels like Home

06. Jan. 12 in , bisher 2 Kommentare

Aaaach. Is schön hier. Doch, ist schön. Ein bisschen staubig alles. Und entrümpelt werden muss auch einiges. Aber hauptsache ZUHAUSE. Nachdem ich nun ewig mit mir gerungen habe, wie ich (bzw. ob ich) weiter bloggen will, habe ich mich dazu entschlossen meinen “Muttiblog” toddlerboy.wordpress.com mit diesem hier zusammenzulegen.

Wiesu denn bluß?

Ich legte “mrs-felsenheimer.de” damals aufs Eis, weil ich dachte, es wäre nicht die richtige Plattform für meinen neuen Blogschwerpunkt, dem Muttersein. Ich wollte alles anders, neu. Deshalb wurde der “Toddlerblog” geboren. Und es fühlte sich gut an. Weil man mit einem thematisch festgelegten Blog eine ziemlich genaue Richtung hat, in die man schreibt. Darauf kann man sich konzentrieren und das macht das Bloggen an sich einfacher, weil man gezielter schreibt und gedanklich aufgeräumter arbeitet. Aber ich stellte schnell fest, dass mich das nicht auf Dauer befriedigt. Vielleicht störte mich auch die Vorstellung, nur noch als Mutter definiert zu werden. Oder die Unsicherheit, was ich bloggen kann, ohne das Gefühl zu haben, dass es für den Todd (früher oder später) unangenehm wird. Egal was mich dazu getrieben hat: Es musste etwas passieren.

Back to the Roots

Nachdem ich die Frage ob ich überhaupt noch bloggen will, für mich bejahte, musste ich nun also entscheiden, wie das zukünftig vonstatten gehen soll. 2 Blogs gleichzeitig führen, kommt nicht in Frage. Das “Toddlerblog” war thematisch zu starr und musste daher eingeschläfert werden. Es musste wieder mrs-felsenheimer.de werden. Dieses Blog ist mein Zuhause, mein Hood, mein Bro, mein Erstgeborenes. Doch auch hier müssen noch ein paar Dinge den neuen Umständen angepasst werden. Das wird nicht heute und morgen passieren (können). Aber ich habe schon einen Plan. Und eine Frau mit einem Plan ist …!

Es wächst zusammen, was zusammengehört

So hoffe ich jedenfalls. Meine erste Amtshandlung war, meinen Twitter und Facebookaccount mit “Neuer Artikel”-Beiträge zu fluten alle “Toddlerblog“Artikel hierher umzuziehen Ich arbeite an einer übersichtlichen und penibel auf “die Ärzte”-Songs abgestimmten Kategorie-Übersicht (Ich bitte dem Beachtung zu schenken). Der Flickr-Account wird gekickt, der ist eh uninteressant. Die kleine Linkansammlung Toilettengeldquelle bleibt, aber bekommt ein neues, unaufdringliches Örtchen.

Also Leser, sofern ich denn welche hab, ich hoffe ihr seid noch dabei und haltet mir weiterhin die Stange. Wir lesen uns.

Heute ist wie Weihnachten, nur spiegelverkehrt

19. Dez. 10 in , bisher 3 Kommentare

Heute ist wieder einer dieser Tage. Und NEIN, ich meine nicht diese Tage. Tage von denen man hofft, dass sie schnell vorbeigehen. Verdammt, ich kann keine Wetterberichte mehr hören. Ich mag nicht mehr hören, dass der Schnee sämtliche Verkehrswege lahmlegt und ich mag auch nicht mehr hören, wie schön so ein verschneiter Wintertag doch ist. I f*** hate Winter. Ich bin der Winter-Grinch,und ich schäme mich nicht dafür.

Aber um den Winter gehts eigentlich gar nicht. Jedenfalls nicht völlig. Der Junior wurde letzte Woche mit irgendeinem unfassbar derben Virus beseelt und stänkert, berechtigt, lauthals vor sich hin. Nicht nur dass, er steckte zu erst mich damit an und dann auch noch den Zahlengraf. Aufgrund unserer ansteckenden Art mied der Rest der Welt dann auch noch unsere Gegenwart, zwischenmenschliche Verwahrlosung war die Folge. 3 Tage im zugeschneiten Heim wirken jetzt, am Sonntagabend, am Ende des Wochenendes, wie eine kahle und kalte Einzelzelle.

Vor mir ein kalter Kaffee, neben mir ein (Gott sei Dank) schlafendes Baby, auf meinem Schoss ein halb kaputtes Notebook. Apropos halb kaputt: Selten so erschlagen gefühlt. Ein Baby ist anstrengend. Ein krankes Baby fast nicht auszuhalten. Da gibt’s nichts zu idealisieren. Man darf auch mal kaputt sein. Ich hasse es, den Junior leiden zu sehen, ich will alles tun, damit es ihm gut geht. Aber ich tue mir auch ein bisschen selber Leid. Nein, ich BADE gerade im Selbstmitleid. Ich versuche mich am Positiven zu erheitern. Wenigstens hab ich alle Weihnachtsgeschenke zusammen, wenigstens hat der Zahlengraf bald Urlaub, wenigstens hat sich der Junior heute (endlich) aus eigener Kraft auf den Bauch gerollt, ja, wenigstens etwas.

Ein bisschen heitert mich auch der Gedanke an die nachher zu verschlingende Pizza und einen (hoffentlich) entspannten Abend mit meinem Grafen auf. Ich will nicht klagen, alles ist gut.

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