Feels like Home
Aaaach. Is schön hier. Doch, ist schön. Ein bisschen staubig alles. Und entrümpelt werden muss auch einiges. Aber hauptsache ZUHAUSE. Nachdem ich nun ewig mit mir gerungen habe, wie ich (bzw. ob ich) weiter bloggen will, habe ich mich dazu entschlossen meinen “Muttiblog” toddlerboy.wordpress.com mit diesem hier zusammenzulegen.
Wiesu denn bluß?
Ich legte “mrs-felsenheimer.de” damals aufs Eis, weil ich dachte, es wäre nicht die richtige Plattform für meinen neuen Blogschwerpunkt, dem Muttersein. Ich wollte alles anders, neu. Deshalb wurde der “Toddlerblog” geboren. Und es fühlte sich gut an. Weil man mit einem thematisch festgelegten Blog eine ziemlich genaue Richtung hat, in die man schreibt. Darauf kann man sich konzentrieren und das macht das Bloggen an sich einfacher, weil man gezielter schreibt und gedanklich aufgeräumter arbeitet. Aber ich stellte schnell fest, dass mich das nicht auf Dauer befriedigt. Vielleicht störte mich auch die Vorstellung, nur noch als Mutter definiert zu werden. Oder die Unsicherheit, was ich bloggen kann, ohne das Gefühl zu haben, dass es für den Todd (früher oder später) unangenehm wird. Egal was mich dazu getrieben hat: Es musste etwas passieren.
Back to the Roots
Nachdem ich die Frage ob ich überhaupt noch bloggen will, für mich bejahte, musste ich nun also entscheiden, wie das zukünftig vonstatten gehen soll. 2 Blogs gleichzeitig führen, kommt nicht in Frage. Das “Toddlerblog” war thematisch zu starr und musste daher eingeschläfert werden. Es musste wieder mrs-felsenheimer.de werden. Dieses Blog ist mein Zuhause, mein Hood, mein Bro, mein Erstgeborenes. Doch auch hier müssen noch ein paar Dinge den neuen Umständen angepasst werden. Das wird nicht heute und morgen passieren (können). Aber ich habe schon einen Plan. Und eine Frau mit einem Plan ist …!
Es wächst zusammen, was zusammengehört
So hoffe ich jedenfalls. Meine erste Amtshandlung war, meinen Twitter und Facebookaccount mit “Neuer Artikel”-Beiträge zu fluten alle “Toddlerblog“Artikel hierher umzuziehen Ich arbeite an einer übersichtlichen und penibel auf “die Ärzte”-Songs abgestimmten Kategorie-Übersicht (Ich bitte dem Beachtung zu schenken). Der Flickr-Account wird gekickt, der ist eh uninteressant. Die kleine Linkansammlung Toilettengeldquelle bleibt, aber bekommt ein neues, unaufdringliches Örtchen.
Also Leser, sofern ich denn welche hab, ich hoffe ihr seid noch dabei und haltet mir weiterhin die Stange. Wir lesen uns.
Heute ist wie Weihnachten, nur spiegelverkehrt
Heute ist wieder einer dieser Tage. Und NEIN, ich meine nicht diese Tage. Tage von denen man hofft, dass sie schnell vorbeigehen. Verdammt, ich kann keine Wetterberichte mehr hören. Ich mag nicht mehr hören, dass der Schnee sämtliche Verkehrswege lahmlegt und ich mag auch nicht mehr hören, wie schön so ein verschneiter Wintertag doch ist. I f*** hate Winter. Ich bin der Winter-Grinch,und ich schäme mich nicht dafür.
Aber um den Winter gehts eigentlich gar nicht. Jedenfalls nicht völlig. Der Junior wurde letzte Woche mit irgendeinem unfassbar derben Virus beseelt und stänkert, berechtigt, lauthals vor sich hin. Nicht nur dass, er steckte zu erst mich damit an und dann auch noch den Zahlengraf. Aufgrund unserer ansteckenden Art mied der Rest der Welt dann auch noch unsere Gegenwart, zwischenmenschliche Verwahrlosung war die Folge. 3 Tage im zugeschneiten Heim wirken jetzt, am Sonntagabend, am Ende des Wochenendes, wie eine kahle und kalte Einzelzelle.
Vor mir ein kalter Kaffee, neben mir ein (Gott sei Dank) schlafendes Baby, auf meinem Schoss ein halb kaputtes Notebook. Apropos halb kaputt: Selten so erschlagen gefühlt. Ein Baby ist anstrengend. Ein krankes Baby fast nicht auszuhalten. Da gibt’s nichts zu idealisieren. Man darf auch mal kaputt sein. Ich hasse es, den Junior leiden zu sehen, ich will alles tun, damit es ihm gut geht. Aber ich tue mir auch ein bisschen selber Leid. Nein, ich BADE gerade im Selbstmitleid. Ich versuche mich am Positiven zu erheitern. Wenigstens hab ich alle Weihnachtsgeschenke zusammen, wenigstens hat der Zahlengraf bald Urlaub, wenigstens hat sich der Junior heute (endlich) aus eigener Kraft auf den Bauch gerollt, ja, wenigstens etwas.
Ein bisschen heitert mich auch der Gedanke an die nachher zu verschlingende Pizza und einen (hoffentlich) entspannten Abend mit meinem Grafen auf. Ich will nicht klagen, alles ist gut.
Ruhe in Frieden, Müsli
Ja, ihr lest richtig. Unser kleiner, flinker und lieber Hamster Müsli ist verstorben.
Als ich den kleinen Flausche-Mann am Dienstag saubermachen wollte, kam es mir sehr seltsam vor, dass er sich gar nicht rauslocken ließ aus seinem Häuschen. Irgendwann wurde es mir dann komisch und ich habe das Häuschen hochgehoben und da lag er – ganz friedlich in seinem Baumwollstreu eingeknäuelt und hatte die Augen geschlossen. Sein kleiner Körper hob und senkte sich nicht mehr – er war gestorben.
Nach dem ersten Schock rief ich Christian herbei und wir schauten uns erstmal ungläubig an. Ja, mir sind auch ein paar Tränen die Wange heruntergekullert.
Am nächsten Tag haben wir Müsli dann zur letzten Ruhe gebettet. Im Hintergarten unseres Wohnblocks, vom Balkon kann ich auf die Stelle sehen. Dort liegt er nun zusammen mit unserem ersten Hamster, Mr. Al.
In der Hoffnung, dass die beiden im Tierhimmel genug Platz zum Herumwuseln haben und immer reichlich zu fressen und zu trinken haben, verabschiede ich mich von Müsli mit einem traurigen “Auf Wiedersehen”.
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