Sei schlau, stell dich tot
Gerade lese ich, dass Dustin Hoffman einem Jogger das Leben rettete, weil dem die Puste bzw. die Pumpe ausging. Scheint ja gerade ganz große Mode zu sein, dass VIPs als Lebensretter unterwegs sind. Ich stelle mir so einen Image-Berater vor, der sagt: “Dustin, von dir hat man lang nichts mehr gehört – lass uns mal auf die Suche nach einem Hilfsbedürftigen gehen”. Und dann fahren sie die Gegend ab, landen im Hyde-Park und boom der Jogger dahinten sieht so aus, als klappt der gleich um. Los, Dustin, lauf!”
Alles quatsch! Ist doch schön, freuen sich beide Seiten. Der VIP hat positive Presse und der Gerettete… nun ja, der hat sein Leben. Und ich habe eine Idee! Mache mir eine Liste mit den Aufenthaltsorten der Stars (Man findet sie öfter vor irgendwelchen Starbucks und natürlich beim Joggen!), und dann, ganz der sterbende Schwan schmeiße ich mich oscarreif zu Boden und erwarte meine Rettung. Freilich benötige ich eine Mund-zu-Mund-Beatmung.
Weiß jemand wo sich Hugh Jackman derzeit aufhält?
Road-Rage
Ich hasse Autobahnfahrten. Besonders wenn ich selber fahren muss. So wie gestern. Ich bin gerade auf die linke Spur gewechselt, da taucht im Affenzahn so ein Geschäftsführer-Trallala-08/15-VW hinter mir auf. Der fühlte sich, ob meiner angepassten Geschwindigkeit einigermaßen genötigt und brachte seinen Ärger mit mehrmaliger Lichthupe zum Ausdruck. Als ich dann wieder auf die rechte Spur zog (ich ahnte es schon), setzte er an, riss das Steuer herum und landete vor mir auf der rechten Seite. Sofort ging er auf die Bremsen, so dass ich genötigt war, ebenfalls in die Eisen zu treten. Ich konnte es mir nicht verkneifen und hielt ihm den Daumen hoch. Das hätte ich mal lieber lassen sollen. Jetzt war er erst recht fuchsig. Diese Provokation konnte er nicht auf sich sitzen lassen. Nun hatte ich noch gut 15 Kilometer Autobahn vor mir und ich wusste, dass würde spaßig werden. Sobald ich wieder auf die linke Spur, zwecks LKW-Überholmanöver, fuhr, riss der Idiot wieder an seinem Steuer und scherte so kurz vor mir auf die linke Spur. Das Spielchen wiederholte sich mehrmals. Er bremste mich dann noch ein paar Mal aus. Dann provozierte er mit absichtlichem Langsamfahren, dass ich ihn überholen musste. Sofort nachdem ich dies tat, setzte er sich quietschenden Reifens wieder hinter mich ab. Wieder das Auffahrspielchen. Das ging mir nun wirklich auf die Nerven und auch an die Substanz. Schließlich musste ich mich ja auch noch auf das konzentrieren was sonst noch so auf der Autobahn passierte. Irgendwann, kurz vor meiner Heimabfahrt, war er dann wieder vor mir. Und fuhr erneut schleichend langsam. Nun musste ich hinter ihm bleiben, wollte ja abfahren. Doch dann hatte ich dieses ungute Gefühl, dass dieser Idiot mit folgen könnte. Ich hatte vor meinem geistigen Auge schon das Bild, dass der Typ mich bis nach Hause verfolgt und mich aus dem Auto zerren will oder zumindest das Auto zerdeppert. Ja, ok, das klingt ein bisschen paranoid. Aber riskieren wollte ich es dennoch nicht. Ich merkte, dass er tatsächlich meine Abfahrt nehmen wollte, und entschied mich kurzfristig, dass ich die nächste nehme. Damit war ich ihn endlich los. Als ich zu Hause ankam, zitterte ich am ganzen Körper, musste erstmal runterkommen. Ein Glück fahr ich ab nächster Woche wieder Straßenbahn!
Der 5-Minuten-Burnout
17.00 Uhr –
Das Kind stinkt. Windel wechseln. Alte Windel mit “Marmeladenseite” auf den Boden fallen lassen. Widerspenstiges Kind zu Ende wickeln. Absetzen und um die Gefahrenzonen tangieren. Marmeladenwindel beseitigen. Boden wischen. Kochendes Essen vom Herd nehmen. Finger verbrennen. Finger kühlen. Kind davon abhalten sich mit der Jalousie-Schnur umzubringen. Wütendes Kind wüten lassen. Wein auf die Einkaufsliste setzen. Verkochtes Essen wegschütten. Eiserne Reserven hervorkramen. Frisch gewaschene Wäsche vom Kind ausräumen lassen. Durch die Bude schleifen lassen. Kind überzeugen wollen, dass die Wäsche im Korb bleiben soll. Wütendes Kind wüten lassen. Kind ablenken. Malen. Buch lesen. Bausteine. Kinderküche. Puzzle. Hammer. Kopf. Aua. Trösten. Kind ablenken. Essen. Kekse. Banane. Reiswaffel. Gurke. Weggeworfenes Essen vom Boden aufsammeln. Eine Kiste Wein auf die Einkaufsliste setzen. Vom Kind ins Kinderzimmer geschliffen werden. Das falsche Spiel ausgesucht. Wütendes Kind wüten lassen. Zurück in die Küche rennen. Geöffneten Gefrierschrank wieder schließen. Eiserne Reserve aka eingefrorene Suppe auf den Zeh fallen lassen. Schmerzschrei ausstoßen. Panisches Kind beruhigen. Auf den Boden sinken. “Ei” vom Kind machen lassen. Einfach mal Zeh(e)n gerade sein lassen.
17.05 Uhr –
Und ihr so?
Suche
Letzte Kommentare
- Frau Tanzi am 11. Mai zu »Übers Schreiben #1«
- Mrs. Felsenheimer am 11. Mai zu »Übers Schreiben #1«
- Zamara am 11. Mai zu »Übers Schreiben #1«
- Mrs. Felsenheimer am 11. Mai zu »Aktion: Blog dein Wissen #1 - Schlafverhalten im 1. Lebensjahr«
Kategorien
- Baby
- Der Graf
- (Der) Lustig(e) (Astronaut)
- Der Optimist
- Der Tag
- Dinge von denen
- Filme/TV/Web
- Hurra
- Ich ess Blumen
- Is ja irre
- Ist das alles?
- Kopfhaut
- Las Vegas
- Manchmal haben Frauen...
- Mein kleiner Liebling
- Meine Freunde
- NichtWissen
- Onprangering
- Schreiben, schrieb, geschrieben
- Sommer, Sonne, Sonnenschein
- Sprüche
- (Un)Rockbar
- Vermissen, Baby
- Wie es geht
- Wilde Welt
- Wörter