Kommt ne Frau zum Arzt...
Ich war heute beim Doc. Also Chiropraktiker, also Sportmediziner. Und wie ich kürzlich anhand eines ausgehängten Diploms erkannte, seit letztem Jahr auch mit Zulassung zum Hausarzt. Ungefähr seit dem gehe ich auch wegen hausärztlicher Wehwehchen hin. Das hat einen guten Grund – Der Arzt hat seine Praxis quasi um die Ecke und es ist immer leer. Wirklich! Als ich zwischen Weihnachten und Neujahr aufgrund eines derben Virus/bakteriellen-Infektes dort aufschlug, war ich erstaunt, dass nur 2 weitere Personen im Warteraum saßen. Zwischen den Feiertagen. Zu einer Zeit in der eh nur wenige Praxen aufhaben.
Zurück zum Thema. Es geht im Prinzip genau um den angesprochenen Virus/Baktus-Infekt. Der quält mich nämlich seit genau dem 24.12.2011 (!) Fast 4 Wochen am Stück, dann ein bisschen Ruhe, dann letzte Woche kam er schon leicht wieder, diese Woche dann “the Return of the Rotz”. Mit inzwischen 2 Antibiotikabehandlungen geht es einfach nicht weg. Nun haut mich der Virus nicht direkt aus den Latschen. Aber er ist eben allgegenwärtig. Und kostet Energie. Ich bin gerade an einem Punkt angekommen, wo ich mal gut 5 Minuten brauche um aufzustehen, weil zu schneller Schwung mir unheimlichen Schwindel verursacht. Vom dicken Hals fang ich nicht an. Der ist eh immer da. Nun war es heute wieder besonders schlimm. Ich entschied mich, nun doch nochmal vorstellig zu werden. Ich denke einfach mal das 7 Wochen krank sein nicht so ganz normal ist.
Machen wir es kurz: Die Sache mündete mit der Erklärung meines “Arztes”, dass mein Sohn schuld wäre. Der würde mich halt immer anstecken. Ich sollte ihn auf eine halbe Armlänge auf Abstand nehmen. Und keine Küsse oder so. Das ist nämlich eine Tröpfcheninfektion. Er verschrieb mir “Salzwassergurgeln” und meinte was von Wiedervorstellung am Freitag. Da solle ich ihm dann auch bitte mitteilen, wie die 2 Antibiotika-Präparate hießen, damit er dann ein neues aussuchen kann.
W00t? Ich verließ ziemlich perplex die Praxis. Meine eigentliche Sorge galt dem seit Wochen anhaltenden Zustand. Das dieses ewige diffuse Krankheitsgefühl an meiner Kraft zerrt und ich körperlich sowie geistig aktuell beginne zu wanken. Weniger ging es mir um die, halbwegs auszuhaltenden, Halsschmerzen. Doch genau daran hing er sich die ganze Zeit auf. Faselte was von Mandelentfernung (ich habe keine mehr) oder Poylpen (Ich habe keine mehr). Natürlich schaute er mir dazu in den Hals.
Und nein. Ich bin der festen Überzeugung, dass ein Arztwechsel nichts bringt. Ich habe einfach kein Vertrauen mehr in die hier ansässige weiße Götterschaft. Ich war nun schon so bei einigen und es ist doch immer das Selbe: Am Ende zählt, was man abrechnen kann. Abrechnen kann man die Behandlung für Halsschmerzen, Seitenstrangirgendwas oder J03.9G (Erwähnte ich das ich keine Mandeln mehr habe?). Nicht aber einen nicht näher zu beziffernden Zustand, der sich über längere Zeit hinzieht und nicht lokalisiert werden kann. Vielleicht würde ja zuhören oder ausreden lassen helfen. Aber ich schätze mal, dass das die Kassenärztliche Vereinigung nicht zahlt.
Nur 3 Worte zum Sonntag
Ich hasse Rechtfertigungen!
Paargespräche #3
Gestern kochte ich ein Sonntagsessen. Ganz traditionell: Kartoffeln, Gemüse, Fleisch und Soße. Aus Gründen der Faulheit habe ich eine Fertigsoße verwendet. Und dann, am Tisch:
Er: “Also die Soße schmeckt super.”
Ich: “Toll, du lobst das einzige, dass ich nicht selbergemacht hab.”
Meeh!
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