Geschmacksverirrung
Ich weckte das Kind heute und bekam sofort einen Anschnauzer – Die Flasche war noch nicht hergerichtet. Fängt ja gut an, dachte ich. Nachdem ich es (irgendwie und unter Protest) schaffte, das Kind anzuziehen und ihn endlich zu seiner Milch kommen zu lassen, erwog ich es, mich ebenfalls rausgehfertig zu machen. Das Kind platzierte ich dazu auf unser Bett, damit er seine “Maaaama” im Blick hatte. Ich wählte ein graues Shirt mit funkelnden Nieten. Das wurde sofort kommentiert:
“Nein! Andere anzieh’n!”
“Wie, ist das nicht schön das Shirt?”
“Ausziehe!”
Heute Abend, als er dann wieder dieses besagte Shirt erblickte ging es munter weiter. Er schüttelt den Kopf und zeigt auf mich:
“Ausziehe!”
“Aber Mama findet das schön.”
“Schön… nein!”
Ich habe es natürlich anbehalten. Habe ihm erklärt, dass ich doch nicht nackig auf die Straße laufen kann. Darauf hin schlug er mir wieder “andere anzieh’n” vor.
Mein liebes Kind, ich freue mich ja ob der neuen (aktuell täglich rasant voranschreitenden) Kommunikationsmöglichkeiten. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich NICHT streiten…
mrs-felsenheimer.de = Superblog?
Ist sie jetzt größenwahnsinnig? Ja natürlich nicht! Ich bekam kürzlich eine E-Mail von Hitmeister. Einem mir bisher unbekannten Shoppingportal. Dieses veranstaltet gerade einen Blog-Wettbewerb, in dem in verschiedenen Kategorien die Superblogs gesucht werden. Ich stehe unter der Sparte “Baby & Kind” (Ich weiß noch nicht wie ich das finden soll) zur Auswahl. Nachdem ich mich (aufgrund der dort bereits teilnehmenden Blogs) davon überzeugte, dass es eine seriöse Sache sein könnte, hab ich mein Ok dafür gegeben, mich mit auf die Liste setzen zu lassen.
Laut der Wettbewerbsbeschreibung kann also im Zeitraum vom 17. April (ab 12Uhr) bis 24. April (bis 12Uhr) abgestimmt werden. Also ihr, die Leser (Hallo, ist da jemand?^^)
Machen wir uns nichts vor: Ich werde nicht unter den Gewinnern sein. Dafür ist dieser Blog zu fitzelig klein und unbedeutend. Aber wenigstens steh ich auf der Liste mit ein paar Blogs zusammen, die ich selbst gern lese und dafür ists ja dann auch schon gut. Natürlich halte ich niemandem vom Klicken ab und auf das Ergebnis bin ich, unabhängig von meinem Abschneiden, gespannt. Für mich auch eine Gelegenheit vielleicht ein paar neue Blogs zu entdecken.
So, und wo gehts nun lang? – Guckst du hier:
Alles falsch!
Es gibt so Momente im Leben eines Kleinkindes da muss totales Chaos im Kopf herrschen. Irgendwelche Synapsen verbinden sich und ergeben zusammen einen gewaltigen, lauten, unangenehmen Gehirnpups. Diese fabriziert der Todd derzeit zuhauf. Ob es nun um etwas geht, dass er haben möchte und man es ihm bitte doch auf die richtige Art und Weise darreicht, oder um ein Spielzeug, dass seiner Meinung nach nicht richtig tickt. Manchmal reicht auch schon das Ablegen eines Gegenstandes um ihn aus der Fassung zu bringen. Der Pups kündigt sich im gesteigerten Tonfall und der Dringlichkeit seines Anliegens an. Möchte er einen Apfel essen, zeigt er darauf und sagt:” Apfe!” (Er ignoriert generell jede Art von Wortendungen). Man nimmt also den Apfel, wäscht ihn kurz unter Wasser ab und reicht es dem Kind. FALSCH! So wollte er das nicht! Er beginnt zu heulen, wild mit den Armen herumzufuchteln und haut sich den Kopf an den Tisch an. Gut, sage ich mir, hat sich das mit dem Apfel erledigt, will er nun doch nicht. Lege den Apfel zurück. FALSCH! “APFE!” erklingt es sogleich ohrenbetäubend neben mir. Um noch einmal sicher zu gehen, frage ich:“Möchtest du den Apfel haben?”. Daraufhin erwidert der Todd ein gequältes:“Ja ja!”. Diesmal lege ich ihm den Apfel vor die Hände, für den Fall, dass er ihn selbst aufheben möchte. FALSCH! Wieder Geheul, Gefuchtel und Kopfanstoßen. Ich habe die Faxen dicke und setze ihn vom Stuhl ab. Er rennt sofort aus dem Raum, in sein Zimmer. Natürlich ist der Gang dahin mit verzweifelten Geweine untermalt. Kurz danach: Stille. Weitere 15 Sekunden vergehen, er kehrt zurück. Steht in der Tür. Grinst, zeigt auf den Apfel und sagt:“Apfe?”, diesmal in einem zuckersüßen, freundlichen Ton. Ohne großes Zutun reiche ich dem Todd den Apfel. Er nimmt ihn, nickt und beißt kräftig rein. Dann zischt er ab.
WTF?
Und das ist nur ein Beispiel. Lässt sich beliebig auf jegliche alltägliche Begebenheit erweitern. Das sind dann 5 Minuten in denen der Beste und ich nicht wissen ob wir jetzt verzweifeln oder grinsen sollen. Aber das wäre nicht fair. Der Todd macht da gerade wieder etwas mit sich selber aus. Das merkt man sehr deutlich. Auch macht sich das daran bemerkbar, dass der Todd aktuell sowas von ungeschickt ist. Er stolpert über jeden Stein, fliegt mehrmals am Tag auf die Schnute und/oder stößt sich eben den Kopf an. Ein kleiner Tollpatsch-Todd .
Irgendwas im Gehirn scheint sich gerade zu verknüpfen. Findet aber noch nicht den richtigen Anschluss. Es ist als würde man einen Brief schreiben, sich verschreiben, das Blatt zusammenknüllen und in den Papierkorb werfen. Dann versucht man es erneut. Wir Eltern sind dabei der Mülleimer, der die Papierkugeln schlucken muss. Der Todd ist der Schreiber. Ein sehr ungeschickter Schreiber, mit klecksendem Füller. Und sehr häufigen Gehirnpupse :)
Suche
Letzte Kommentare
- Frau Tanzi am 11. Mai zu »Übers Schreiben #1«
- Mrs. Felsenheimer am 11. Mai zu »Übers Schreiben #1«
- Zamara am 11. Mai zu »Übers Schreiben #1«
- Mrs. Felsenheimer am 11. Mai zu »Aktion: Blog dein Wissen #1 - Schlafverhalten im 1. Lebensjahr«
Kategorien
- Baby
- Der Graf
- (Der) Lustig(e) (Astronaut)
- Der Optimist
- Der Tag
- Dinge von denen
- Filme/TV/Web
- Hurra
- Ich ess Blumen
- Is ja irre
- Ist das alles?
- Kopfhaut
- Las Vegas
- Manchmal haben Frauen...
- Mein kleiner Liebling
- Meine Freunde
- NichtWissen
- Onprangering
- Schreiben, schrieb, geschrieben
- Sommer, Sonne, Sonnenschein
- Sprüche
- (Un)Rockbar
- Vermissen, Baby
- Wie es geht
- Wilde Welt
- Wörter

