Ein kleines Märchen...
Es war einmal ein Immunsystem. Das lebte glücklich und wohlbehütet in einem wohlgeformten weiblichen Körper. Dort war es sehr friedlich. Die einzigen Feinde die es hatte, waren das Fett- und Süßmonster. Doch das waren kaum ernst zu nehmende Gegner und das kleine Immunsystem konnte sie bisher noch immer bekämpfen und verbannte sie in den Körperknast “Bauch-Beine-Po”. Das Immunsystem war dabei so fleißig, dass schon eine Überfüllung des Knastes drohte.
Doch dann kam eines Tages ein Zwerg des Weges. Das Immunsystem konnte ihn nicht sehen, er kam von außerhalb. Doch ihm kam zu Ohren, dass der Zwerg mit einer mächtigen Rotznase herumlief, ständig triefende Ohren hatte und aus seinem Mund röchelndes, brausendes Getöns emporstieg. Das Immunsystem ahnte: Das gibt Ärger. Schon bald darauf, begannen die ersten Angriffe. Viren, Bakterien – alles Abgesandte des Zwerges, forderten es heraus und griffen es an. Es wehrte sich mit allen Mitteln und hielt dem Kampf auch lange stand. Doch der Zwerg gab immer noch einen dazu. Irgendwann musste das kleine Immunsystem kapitulieren. Völlig erschöpft ging es zu Boden und musste mit ansehen, wie sich Viren und Bakterien im ganzen Körper breit machten. Das machte es sehr traurig.
Es hatte die Hoffnung schon fast aufgegeben, da kam ein weißer, ovaler Block herangespült. Aus ihm empor stieg eine kleine, flinke Putzkolonne. Die machte sich geschwind ans Werk und wusch all die bösen Viren und Bakterien hinweg. Alle? – Nein, ein paar hatten sich in den tiefen der Nasenregionen verbarrikadiert und fristeten dort ein einsames aber hartnäckiges Dasein. Am 10. Tag sagte die weiße Putzkolonne, dass das kleine Immunsystem jetzt wieder auf sich gestellt sei. Daraufhin verschwanden sie, als wären sie nie dagewesen. Die Viren- und Bakterien in der Nasengegend witterten ihre Chance. Sie krochen hinunter und packten das arme, geschwächte Immunsystem. Sie hielten es am Boden und es hatte keine Möglichkeit, sich aus den Fängen der Unholde zu befreien. Da lag es nun, traurig und hilflos. Und musste tatenlos zusehen, wie der Zwerg neue Soldaten schickte und den übrig gebliebenen Viren-Bakterien dabei half, erneut den Körper einzunehmen.
Doch dann vernahm das kleine Immunsystem ein lautes >Wooosch!!< und sah in einiger Entfernung etwas weißes, ovales. “Die Putzkolonne!”, dachte es. Aus dem nun viel größeren weißen Block, stiegen abermals die Helferlein hervor. Doch es waren diesmal viel mehr und sie machten sich geschwind ans Werk. In ihrer Eile, vernichteten die Helferlein allerdings auch Verbündete – Kollateralschaden, nennt man das. Doch es sah auch, wie behände die Viren-Bakterien eiligst einen Untschlupf suchten und es freute sich über deren Angst und Verzweiflung. “Jetzt wird alles gut”, dachte es!
to be continued.
Kuchen, sponsored by ZDF
Der Service im Alex ist unter normalen Umständen eher mangelhaft. Heute jedoch war er grottenschlecht. Aus Gründen. Heute war ein denkbar ungünstiger Tag, um im Alex zu speisen, wie wir später erfahren sollten.
Die Kellnerin ignorierte uns nicht nur gekonnt, sie war sogar regelrecht unfreundlich. Nach einer gefühlten Ewigkeit machte sich Freundin N. aus H. zum Tresen auf, um sich ein wenig genervt über den miesen Service zu beschweren. Kaum, dass sie wieder am Tisch war, bemerkte ich die mit schwerem Gerät bepackten Männer, die in meinem äußersten Augenwinkel gerade die Wendeltreppe herunter kamen. Im Gepäck: 2 Kameras und ein Mikrofon.
Tolle Wurst, dachte ich. Aber die wollen sicher nicht zu uns, und wenn dann ist es bestimmt der hiesige TV-Kanal, mit 5 Mio. Zuschauern. Aber sie wollten zu uns. Und der vermeindliche regionale Sender entlarvte sich durch das orangefarbenes Mikrofon mit weißem ZDF-Emblem als weitaus bekannter als zunächst gedacht.
Wie wir den miesen Service bewerten würden; wann und welche Konsequenzen wir gezogen hätten und wie das niedliche Baby neben uns heißt, wollten sie unter anderem wissen.
Dann klärten sie uns auf, dass es um eine Reportage für die Sendung “Die ZDF-Reporter” (ZDF-Reportage) ging, und dass die Folge im März ausgestrahlt werden würde.
Kaffee und Kuchen wurden dann vom Sender bezahlt. Eine lohnende Sache. Ich hab zwar den falschen Kuchen gekommen, aber einen geschenkten Gaul…
Auf unsere Frage zur vermeindlich fiesen Kellnerin, ob wir denn gemein zu ihr waren meinte sie zu Freundin N. aus H. dass sie wohl die gemeinste Kundin bisher war. Nun ja, beschert uns sicher reichlich Sendezeit, denke ich.
Vielleicht reichts fürs Dschungelcamp. Werde mir mal vorsorglich den Januar 2012 freihalten. Falls RTL anklopft. NICHT!
Who's fat?
Beim heutigen Gang auf die Waage stellte ich erschrocken fest, dass ich mein Normalgewicht wieder erreicht habe. Das ist seltsam. Denn der Spiegel sagt was anderes. In meiner Körpermitte befindet sich meines Erachtens ein noch immer beträchtlicher Rettungsring. Wo also purzelten die Kilos? Hat es was mit meinem mysteriösen Haarausfall zu tun? Wurde mir bei der OP mehr als nur ein Baby entnommen? Organhandel?
Irgendwie purzelten die Pfunde und ich habe weiß Gott nichts damit zu tun. Ich bin mindestens ein so großer Sportmuffel wie ich ein Schlemmermäulchen bin.
Kommen also nur 2 Lösungen in Frage:
1. Die Waage ist defekt
2. Der Hausherr hat die Spiegel gegen Zerrspiegel getauscht
Vielleicht auch eine Kombination aus beidem.
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