Eier? - Kann'sch nüsch

27. Feb. 12 in , jetzt Kommentar schreiben

Es ist komisch. Irgendwie komm ich gerade nicht so auf Eier. Allein der Geruch von Eier widert mich an. Ganz schlimm wird es, wenn ich eines aufschlage und ich sehe Blut. Was ja an sich nichts schlimmes ist, aber das ist dann ungefähr so wie mit Gräten im Fisch: Erwische ich eine, mag ich den Rest nicht mehr essen. Ich schlage also so ein Blutei auf und kippe es weg. Schlimm ist auch, wenn noch soviel Eidotterfäden dranhängen. Ich habe dann ständig das Bild eines toten Vogelbabys vor Augen. Das dann zu essen…

Das grundlegende Problem ist, dass ich trotz allem nicht auf Eier verzichten kann. Eier sind (ob das nun gesund ist oder nicht) ein großer Bestandteil meiner Ernährung. Das kam damit einher, dass ich versuchen wollte, größtenteils auf Fleisch zu verzichten. Blöderweise mag ich jedoch ausgerechnet die Speisen, zu denen ein schönes Stück Fleisch gehört. Ich versuchte es also mit Eiergerichten zu ersetzen. Nun ist es relativ fatal, dass ich Eier eklig finde. Jedes Eieraufschlagen wird zum Spießruten(eier)lauf. Bei gekauften Eiern hält sich das ja noch in Grenzen. Die werden bevor sie in den Verkauf gehen, ja durchleuchtet auf eventuelle Blutanteile und dann aussortiert. Auch kaufe ich (aus Gewissensgründen) am liebsten frische Eier vom Bauernhof, oder eben Bio. Und den Großteil gibts aus “eigener Ernte” von der Oma. Aber genau die sind dann eben nicht durchleuchtet. Und bei denen kommt es häufiger vor, dass ich mal was blutiges dabei habe. “Alles Natur”, sagt meine Oma. Ja schon, aber… BLUT!

Aber Eier sind toll. Man macht so tolle Sachen aus ihnen: Spiegelei, Rührei, Omlette, gekochte Eier, passierte Eier; Kuchen, Tiramisu und noch viele andere tolle Dinge. Gut, jetzt klinge ich schon ein bisschen wie der Ludolf und seine Lobhuddelei auf Nudeln. Aber wohl immer noch besser als Rambo. Der kann ja bekanntlich nicht mal ein Ei zubereiten^^

Genussmensch

09. Feb. 12 in , bisher 3 Kommentare

Bin ich. Manche würden sagen ich bin verfressen. Das zeigt sich besonders dann, wenn man herkömmliche Stuhlkissen für Tiramisu hält.

Aber wie sangen schon 2 berühmte Gallier: Essen und Trinken muss sein!

Brokkoli-Cheddar-Eintopf

20. Jan. 12 in , bisher 3 Kommentare

Kürzlich erspäte ich ein sehr schmackhaft klingendes Rezept. Die Idee das nachzukochen, spukte schon länger in meinen Gedanken umher, heute war es dann soweit. Und es war superlecker!

Bevor es aber losgehen konnte, musste ich das Rezept erstmal übersetzen. Und stolperte sofort über die Mengenangaben. Mit Einheiten wie “Unze” (englisch: ounce/ oz) oder Pfund (englisch: lb) hatte ich bisher, wenn überhaupt, nur theoretisch und vor 10 Jahren in der Schule mal Berührung. Mit Hilfe eines Umrechners ging es dann aber doch ganz gut. So lernte ich das 1 Unze ungefähr 30 Gramm waren. Mit dem lb konnte ich, nachdem es sich als ‘Pfund’ entpuppte schon eher etwas anfangen. Die amerikanische Küche verwendet außerdem sehr häufig die Mengenangabe “Cup”, also “Tasse”. Nun ist Tasse ja nicht gleich Tasse. Gemeint sind aber weder Esspressotasse noch Kaffeepötte. Eher das standardisierte Geschirrwerk, welches meist im fertigen Service zu finden ist. Zumindest laut meiner Auffassung. Und dann noch diese ominöse “Half-and-Half”-Zutat (Gemeint ist damit ein Sahne-Milch-Gemisch).

Dann konnte es auch schon losgehen. Ich habe mich nicht 1 : 1 an das Rezept gehalten. Im Kern jedoch stimmt es überein. Hier meine Übersetzung:

Zutaten:

  • 1 TL Butter
  • 1/2 Zwiebel
  • 1/4 Tasse zerlassene Butter
  • 1/4 Tasse Mehl
  • 2 1/2 Tasse “Half-and-Half” (Hälfte Sahne, Hälfte Milch)
  • 4 Tassen Hühnerbrühe (Ich nahm ein Boulliontopf auf 500ml Wasser)
  • 1 Pfund/500g Brokkoli
  • 1 Tasse/3 Stück geriebene Möhre
  • Salz/Pfeffer zum Abschmecken
  • 1/4 TL Muskatnuss
  • 250g Cheddar-Käse (Ich empfand 150g als ausreichend)

Zubereitung:

Man schwitzt die klein gewürfelte halbe Zwiebel mit 1 TL Butter (Ich nahm Halbfettmagarine und es ging damit auch sehr gut) ca. 3 Minuten an. Es folgt die Mehlschwitze, die mit der angegebenen zerlassenen Butter und dem Mehl hergestellt wird. Man füge das Half-and-Half hinzu. Ebenso die Hühnerbrühe. Dies soll nun für ca. 20 Min leicht vor sich hin köcheln. In der Zwischenzeit den Brokkoli und die Möhren putzen (TK-Brokkoli sollte es auch tun, ich mag lieber frischen) und ihn in kleine Rösschen teilen. Die geriebenen Möhren (es reichen 2 große oder 3 kleine), zusammen mit den Brokkoli-Rösschen in die Suppe hinzugeben. Das Ganze nochmals 10-15 Min köcheln lassen (Laut Rezept 30-35 Min aber die Konsistenz fand ich nach 15 Min als ausreichend). Nun mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss würzen. Dabei beachten, dass der nun folgende Käse auch nochmal gut würzt. Den Käse also hinzugeben und nochmal für 5 Min köcheln lassen. Fertig! Dazu passt eine krosse Baguettestange oder frisches Brot.

Ich fand es wirklich sehr schmackhaft. Jedoch werde ich beim nächsten Mal versuchen, den Eintopf etwas kalorienärmer zuzubereiten. Die Sahne lässt sich sicher ersetzen, beim Cheddarkäse würde ich auch nochmal schauen ob es was ähnliches gibt, was auch gut schmeckt aber nicht so reinhaut. Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Die Zubereitung ist nicht schwer und ansich auch nicht aufwändig, nur die Kochdauer zieht es ein wenig in die Länge. Aber immer noch besser als zigtausend Zutaten erst schälen und würfeln zu müssen, was bei Eintöpfen ja gern der Fall ist.

Leider habe ich es versäumt ein ansprechendes Foto zu machen, nur ein kleiner Schnappschuss. Es soll jedoch nicht davon ablenken, dass die Suppe äußert deliziös war.

Viel Spaß beim Kochen.

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