Aktion: Blog dein Wissen #1 - Schlafverhalten im 1. Lebensjahr
Die werte Mama Miez hat eine Blog-Aktion ins Leben gerufen, an der ich mich gern beteiligen möchte. Es geht um das Thema “Babyschlaf”. Und ich weiß zwar nicht ob es so wirklich ins Konzept passt, aber ich würde gern ein kleines Spartenthema dazu “bearbeiten”. Eher als kleine Randnotiz. Eine persönliche Beobachtung, die vielleicht widerlegt wird oder auch Zustimmung findet. Und zwar:
Der Babyschlaf und das (Herum)Tragen
Die Idee darüber zu bloggen umtrieb mich schon eine Weile. Ich zögerte jedoch darüber zu schreiben. Weil es, neben der Geburtsvariante und der Stillerei auch eines dieser kontroverses Themen ist: Ist Tragen wirklich so gut fürs Kind? Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass viele (nicht alle!) Mütter gute Mütter darüber definieren wollen, ob sie ihr Kind tragen. Ob nun Tragetuch, -gurt oder -rucksack – Tagen ist derzeit up-to-Date. Das soll ja auch wirklich jedem selbst überlassen sein. Aber bitte, liebe Tragemütter, verteufelt doch dann nicht immer gleich die “Kinderwagen-Mütter”. Denn NEIN, es schieben eben nicht nur gewisse soziale (Unter)Schichten Kinderwagen. Und nur weil frau “trägt” ist sie nicht die bessere Mutter – get it?
Aber es geht ja um den Babyschlaf. Und diesen möchte ich im Zusammenhang mit dem Tragen genauer beleuchten. Kann es sein, dass “Tragebabys” kompliziertere Schläfer sind? Ich habe ein paar Beobachtungen gemacht, die mich diese Frage immer wieder stellen lassen. Ich höre oder lese dann von den Klagen mancher vom nicht vorhandenen Mittag-/Nachtschlafs geplagter Eltern und frage mich, ob das Problem nicht ein hausgemachtes ist. Indem ich das Baby so sehr an das bei mir/an mir sein gewöhne, ist es auch wenig verwunderlich, dass es diese Nähe einfordert. Auch nachts. Wenn man selbst gern schläft. Das Tragen ist an sich eine tolle Sache – Man ist flexibler, muss nichts vor sich herschieben, hat die Hände frei… und das Baby schlummert selig an der Brust. Was passiert aber “nach” dem Tragen? Wenn es dann doch mal alleine im Bett oder Stubenwagen oder sonstwo schlafen soll? Klappt das problemlos?
Der Todd war kein Tragebaby. Zum einen durfte ich aufgrund des Kaiserschnittes in den ersten Wochen nicht viel tragen. Zum anderen kam ein Tragetuch wegen meiner Körpergröße nicht in Betracht bzw. war es mir zu umständlich und ich sah damit aus wie ein Buddha. Dann haben wir so einen Tragegurt gekauft, von Hauck glaube ich. Mit vielen Schnallen und Clipverschlüssen – Fürchterlich unpraktisch. Der Todd saß da glaube ungefähr 3x drin und beschwerte sich – unbequem. Im Kinderwagen fühlte er sich pudelwohl.
Es geht mir auch eher um das exzessive Herumtragen. Es gibt ja so Eltern die legen ihren Nachwuchs nur beim Duschen ab. Dürfen die sich dann darüber beschweren, dass das Baby alleine so schlecht schläft? Ich kann so ein Tragebaby total verstehen – Wenn ich immer Mama/Papa an mir habe, wieso muss ich nachts, im dunkeln, darauf verzichten? Eben!
Achso, btw: Der Todd ist heute ein ausgesprochener Kuschler, nur falls jemand Bedenken haben sollte, mein Kind ist aufgrund fehlender Tragerei verrohrt oder emotional zurückgeblieben ;)
Vom Geben und Nehmen
“Werter Bekannter,
indem Sie mir sagen, Sie wüssten ja dank meines Blogs soviel über mich und sind deshalb auch immer gut informiert, bereiten Sie mir einigermaßen Unbehagen. Nicht dass ich etwas dagegen habe, dass Sie mein Blog lesen (es ist ja schließlich ein öffentliches Medium). Ich freue mich über Leserschaft. Und dennoch sind solche Begegnungen mit Ihnen immer auch ein wenig zwiespältig. Indem Sie mir nun also sagen, dass ich dank meiner Öffentlichkeit soviel von mir, meiner Familie, dem Todd Preis gebe, vermitteln Sie mir das Gefühl, dass ich etwas falsch mache. Vermutlich tun Sie dies sogar ohne Hintergedanken oder Vorwurf. Vielleicht wollen Sie einfach nur Smalltalk. Aber mit Ihrer Aussage erinnern Sie mich auch daran, dass ich sehr großzügig zu Ihnen bin – Ich gebe Ihnen Informationen in einer Qualität, die ich von Ihnen nicht erhalte. Sie geben von sich Preis, welche Facebook-Spiele Sie bevorzugen, oder mit welchen Leuten Sie sich befreunden – mehr aber auch nicht. Auch das ist, genau wie das Lesen meines Blogs, Ihr gutes Recht.
Was aber sind Ihre Absichten, wenn Sie mir erklären, wie gut Sie über mich und mein Leben bescheid wissen (was Sie genau genommen nicht wissen.)? Sehen Sie – das beschäftigt mich. Und es ärgert mich auch ein bisschen. Treffen Sie solche Aussagen doch immer dann, wenn wir uns für 2 Minuten am Bahnsteig treffen, oder im Wartezimmer beim Arzt, oder auf Veranstaltungen, die nur eine kurze Begrüßung ermöglichen. – Demnach Begegnungen, die kein wirkliches Gespräch zulassen. Ich kann Ihnen also nicht erklären, warum ich blogge, wie man diesen oder jenen Beitrag zu bewerten hat oder einfach Fragen beantworten. Ich kann mir kein Bild davon machen, wie Sie meine Öffentlichkeit bewerten. Und ich kann keine Missverständnisse ausräumen. Ich erhalte kein Feedback. Außer dieser einen diffusen Bemerkung. Von der ich weder weiß ob sie sarkastisch, hinterlistig oder einfach nur interessiert gemeint ist. Ich verwickele mich in Verschwörungstheorien und schreibe gehemmt.
Sie sehen – Sie beeinflussen mich, ob Sie nun wollen oder nicht. Warum also, suchen wir nicht mal das Gespräch? Ich meine Sie machen sich doch auch die Mühe mein Blog zu lesen. Vielleicht setzen wir uns mal zusammen und sprechen über all die Dinge, die ich nicht gewillt bin zu bloggen. Und dann erzählen Sie mir ein bisschen von sich. Damit wir uns WIRKLICH kennen (lernen).
Freundlichst,
D.”
Kürzlich bei Draw Something...
… fand ich es angebracht sich nach 1h gemeinsamer Spielzeit voneinander zu verabschieden :)
(Draw Something ist ein Scharade ähnliches Spiel, welches man online mit Leuten aus aller Welt spielen kann. In meinem Fall mit Audrey.)

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