Der feine, kleine Unterschied

08. Mär. 11 von Daniela in , jetzt Kommentar schreiben

Erblickte ich früher Zwillinge, gings in etwa so:“Oh, wie süüüüß.” Heute eher so:“Oh, die Arme!” 9 Monate Einlingsmutter prägen halt.

Dr. Jekyll und Mr. Hyde

12. Aug. 10 von Daniela in , jetzt Kommentar schreiben

Heute lehrte mich mein Kind Demut. Nachdem wir die letzten Wochen so sehr davon verwöhnt waren, dass der Nachwuchs zwischen 18 und 20Uhr meist zur nächtlichen Bettruhe fand und das meist ohne großes Gequengel, gabs heute die Hyde-Version des Baby-Boys. Auf einmal ging gar nichts mehr. Gebrüll, soweit das Ohr reichte.

Was dann? Du checkst die Basics: Hunger, volle Windel, Einsamkeit, Hunger. Der 3-Monats-Kolik-Geist war auch schon lange verbannt worden, was also blieb übrig? – Fakt ist: Ich habe keine Ahnung. Selbst wenn meine Vermutung, nämlich einer dieser anstrengenden Wachstumsschübe, sich bestätigt hätte, stünde ich vor dem selben Problem: Unstillbares Geschrei. Dagegen ist kein Kraut gewachsen. Und so wiegte ich ihn im Arm durch die Wohnung, steckte den Nuckel unzählige Male in seinen Mund und säuselte ihm dieses bescheuerte “Psssschht” (als hätte das einen Effekt) ins Ohr, in der Hoffnung dass er von der ganzen Schreierei irgendwann mal müde oder hungrig wird. Zweiteres trat dann schließlich ein und als ich bemerkte wie seine Augen langsam auf Halbmast segelten, spürte ich eine unendliche Erleichterung. Ich schätze, das eine oder andere graue Haar ist jetzt dazu gekommen. Dafür habe ich ein paar Nerven weniger. Und so gleicht sich alles im Universum wieder aus. Na wenn das mal nicht gerecht ist!

Blogging und Baby - Eine moderne Diskrepanz

09. Aug. 10 von Daniela in , bisher 5 Kommentare

Naja eigentlich wollte ich schon längst wieder mehr bloggen. Es ist nicht so, dass ich keine Zeit hätte, auch Ideen sind vorhanden. Aber trotzdem schaffe ich es nicht, die paar Zeilen zu verfassen. Vielleicht ist es eine gewisse Antriebslosigkeit oder die Angst ins mütterliche Einheitsblabla zu verfallen. Auf jeden Fall weiß ich nicht so recht, wo der Weg hinführt. Ich kann gar nicht sagen, wie viele Leute schon während meiner Schwangerschaft meinten: Aber wehe du machst aus deinem Blog so einen Mutti-Blog mit langweiligen Baby-Content.

Vielleicht ist es ja genau das. Ich will nicht so eine “Und-heute-hat-er-wieder-schön-AA-gemacht”-Bloggerin werden. Fakt ist aber, dass ich nun mal derzeit 100% Vollzeit-Mutti bin. Das geht auch gar nicht anders. Mein Alltag und meine Gedanken drehen sich eben aktuell fast nur um den Baby-Boy. Hat die Natur clever eingerichtet. Nur bedachte sie nicht, dass es damit zu eventuellen Störungen beim Bloggen kommen könnte. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass der Großteil meiner Leserschaft kinderlos ist. Das ist ein Problem. Denn Kinderlose interessieren sich nicht für Baby-Content. Ich habe aber nur Baby-Content zu bieten. Heißt das also, ich kann den Blog dicht machen? Soll ich ihn einfrieren, bis ich wieder etwas abwechslungsreicher bloggen kann oder einfach schmerzfrei drauflos schreiben?

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