Ostern fällt doch nicht aus!
Ein gewisser Herr magdeblog behauptet ja, dass Ostern ausfallen wird und lieferte bildliches Beweismaterial.
Ich kann aber das Gegenteil beweisen! Der Osterhase ist quicklebendig und bereits im schönen Magdeburg angekommen, wo er sich momentan am sehr belebten Uniplatz aufhält:
Cränk
So, nun hat es auch mich erwischt. Und damit einhergehend, hatte ich das große “Vergnügen” meinen neuen Hausarzt zu besuchen. Ich mich also mit verquollenem Gesicht nach einer endlosen Nacht aus dem Bett geschält und die 200m zum Arzt gelatscht. Da es dort, für einen Montag verhältnismäßig ruhig war, war ich auch gut eine halbe Stunde später wieder daheim. Die Diagnose “Grippaler Infekt” war mir fast schon vor dem Arztbesuch klar. Und nun sitze ich am dritten Tag meiner Erkältung auf meiner bereits plattgelegenen Couch und sinniere über das arbeitswütige Virenvölkchen in meinem Körper nach…
Der Arbeitstag meiner Viren
Viren sind echte Spießer. Und weil es sich bei meinen Viren wahrscheinlich um deutsche Viren handelt, sind sie vor allem eines: Pünktlich wie die Mauerer. Ab ca. 2Uhr nachts beginnt die Frühschicht mit ihrer Arbeit. Sie beginnt mit einer Besprechung im Kopf. Und weil alle Arbeiter-Viren dort anwesend sein müssen, ist da relativ viel los, passt ja nicht so viel rein in ein so prall mit Gehirn gefülltem Köpfchen. Die Besprechung dauert meist sehr lange und weil das ewige Gedrängle und Gedrücke der Leid geplagten Arbeiter-Viren auch an den Nerven des Wirts (Ich) zerren, wacht dieser schließlich erwartungsgemäß gegen 3Uhr nachts auf. Ist die Besprechung erledigt, verteilen sich die fleißigen Arbeiter und begeben sich zu ihren Einsatzpunkten, die da wären:
- Kopf
- Rücken
- Nase
- Ohren
- Augen
- Gelenke
- Bronchen
- Hals
Nach ca. 2-3h vorbildlicher Arbeit gibts dann die erste Pause des Tages, diese wird vor Ort gemacht, lediglich die Arbeit wird niedergelegt. Das bekommt auch der Wirt mit und schafft es oftmals für 1, maximal 2h zu schlafen. Gekräftigt vom Frühstück gehen die Arbeiter-Viren wieder ans Tagwerk. Der Wirt ist in der Zwischenzeit aufgestanden und versucht die Arbeit der Viren mit vielversprechenden Erkältungsbädern, gesunder Nahrungsaufnahme, Tabletten, Salben, körperlicher Ruhe und frischer Luft zu sabotieren. Doch die Arbeiter-Viren sind zäh.
Mittlerweile ist es Mittag geworden. Essenspause! Durch die Ohren ertönt das Signal aus der Kantine, was sich für den Wirt wie Tinitus anhört, in Wahrheit aber nur die Mittagspause einläutet. Die Viren sind hungrig und drängen in die Kantine, vom Wirt auch als “Stirnhöhle” bezeichnet. Nach gut 1 bis 2h ist der Spuk vorbei und die Arbeiter-Viren gehen zurück an ihre Arbeitsstellen. Dort wird ordentlich und gewissenhaft bis ca. 20Uhr gearbeitet. Dann ist Schichtwechsel (Langer Arbeitstag, das schreit nach Gewerkschafts-Organisation!). Alle wollen nach Hause und drängen durch die schmalen Gänge und Wege des Wirtskörpers und verursachen einen ordentlichen Stau von Kopf bis Fuss. Ein erneutes Erkältungsbad und ein verzweifelter Inhalationsversuch seiten des Wirts scheitern und so ist es nicht selten, dass der Stau sich erst gegen späten Abend etwas lichtet. Geschwächt von den vielen gesundheitsfördernden Maßnahmen des Wirts, ziehen sich die Arbeiter-Viren zurück und überlassen ihre Arbeitsstelle der nächsten Schicht, die pünktlich gegen 2Uhr nachts eintrifft.
Immer im Trnd
Habt ihr schon mal was von trnd.de gehört/gelesen? Dabei handelt es sich um eine (im groben Sinne) Werbeplattform für Unternehmen, die ihre neusten Produkte vermarkten wollen bzw. vorab an einen bestimmten Personenkreis testen wollen. Ziel der ganzen Übung ist es, durch Verbreitung der Test-Produkte Mund-Propaganda entstehen zu lassen. Ich weiß schon… WERBUNG, MARKTFORSCHUNG… hau mir bloß ab! Moment, nicht gleich verteufeln, lasst mich erklären:
Seit 2 Monaten bin ich Trnd-Mitglied und bin mittlerweile überzeugt. Die Anmeldung war unkompliziert und ging recht fix. Die Fragen zum eigenen Profil waren diskret und auch nicht zu umfangreich und die Handhabe der Seite ist sehr einfach gehalten. Im nächsten Schritt kann man auswählen, für welche Produkt-Bereiche man sich interessieren würde. Ob Elektronik oder Zeitschriften, ob Haarpflegeprodukte oder Visitenkarten – es dürfte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Auswählbar sind mehrere Optionen. Ist die Anmeldung abgeschlossen, heißt es warten, auf eine Projekt-Einladung. Ist diese für interessant befunden, gilt es sich für das Projekt zu bewerben. Und ähnlich wie bei Job-Bewerbungen sollte man auch hier auf die Frage “Warum sollten wir gerade Sie nehmen?” vorbereitet sein. Manchmal gibt es zu den Bewerbungen noch ein paar Zusatzfragen (gerade wenn es um Personen spezifische Produkte geht), aber alles in allem ist die Bewerbung fix abgeschickt. Mit etwas Glück heißt es ein paar Tage später dann “Du bist dabei!”.
Auf diesen Worten folgen dann Taten in Form einer Paketzustellung, also so war es bei mir bisher (Kommt halt darauf an, welches Produkt getestet wird, manche Produkte sind reine Web-Geschichten). Darin enthalten ist neben dem zu testenden Produkt nochmal eine Projektinfo, Projektproben für Freunde/Verwandte und ein paar Fragebögen. Nun gilt es das Produkt zu testen. Kürzlich war ein Fotobuch, welches übers Internet erstellt und bestellt wird als Projekt ausgeschrieben. Die Herstellung des Produktes ist dabei stets kostenlos. Abgeschlossen wird das Projekt mit einem entsprechenden Bericht über den Projektablauf und (für trnd natürlich wichtig) mit wie vielen Leuten über das Produkt gesprochen wurde. Am Ende darf das getestete Produkt in den eigenen Besitz übergehen.
Kürzlich hatte ich eine Projekt-Einladung für den neuen Bosch-Akkuschrauber. Hat leider nicht geklappt. Gestern erhielt ich eine Einladung zum Pantene-ProV-Projekt. So ein neues Pflegeset könnte ich schon gebrauchen :)
Fazit: Ich mag Werbung nicht. Auf meinem Briefkasten klebt ein dicker “Bitte keine Werbung und kostenlose Zeitschriften einwerfen”-Sticker. Aber die Form wie es trnd anbietet finde ich unaufdringlich und sehr nützlich. Für mich bietet trnd eine gute Alternative zur klassischen Werbung.
So, genug Werbung für die Werbung,
die Mrs. Felsenheimer
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