TV (un)total

08. Feb. 12 von Daniela in , jetzt Kommentar schreiben

Kürzlich wurde ich auf die Intensität des Fernsehkonsums vom Todd angesprochen. Also ob überhaupt, wenn ja was, wann und wie lange. Die Antwort fiel denkbar kurz aus: Es existiert kein TV-Konsum. Und das finde ich auch gar nicht schlimm. Der Todd ist immerhin erst süße 20 Monate alt.

Bisher habe ich mir auch noch gar keine so großen Gedanken dazu gemacht. Aber ich nahm es zum Anlass einmal zu reflektieren, wie wir hier bei uns das Thema “Fernsehen” handhaben. Dabei nahm ich besonders den eigenen Konsum ins Auge. Und stellte überraschenderweise fest, dass dieser deutlich abgenommen hat, seit es den Todd gibt. Davor noch war es gar nicht ungewöhnlich, dass die Kiste lief, sobald man die heimischen Räume betrat. Selbst wenn man gar nicht aktiv schaute (kann man überhaupt “aktiv schauen”?), dudelte das Ding recht häufig. So nebenher, als ständige Berieselung. Als der Todd geboren wurde, und noch relativ unkommunikativ war und von einer Ecke in die andere Ecke vor sich herumschlief, muss ich gestehen, lief der Fernseher schon ab- und an. Das nahm, gemessen an der steigenden Aktivität und fortschreitenden Integration in den Alltag des Todds, rapide ab.

Tatsächlich ist es nun so, dass hier tagsüber kein Fernseher läuft, weder wochen- noch wochenendtags. (Eventuell in der “Mittagspause”) Und dann auch nicht stets und ständig. Irgendwann gen Primetime machen wir, wohl mehr aus Gewohnheit, die Kiste an um festzustellen, dass nichts gutes läuft. Abend für Abend. Meist stellen wir das Ding dann auf stumm und lassen stille Bilder neben uns herhuschen. Manchmal, je nach Spielsaison, daddelt der Beste auch ein wenig PS3. Auf jeden Fall gibt es deutlich weniger Diskussionen wer wann den TV nutzen darf.

Ich frage mich insgeheim, ob es an der abnehmenden Qualität des TV-Programmes liegt oder einfach am neuen Lebensrhythmus. Wahrscheinlich ist eine Kombination aus beiden.

Worum es mir eigentlich ging: Der Todd schaut kein Fernsehen. Und das finde ich nicht schlimm. Überhaupt nicht. Es wird eine Zeit kommen, da wir sich das ändern. Was ich aber NICHT möchte ist, dass ein 2 Jähriger einen eigenen Fernseher im Zimmer stehen hat.

PS: Es gibt doch eine Ausnahmen. Er schaut Sandmännchen. Jeden Abend. Mit dem Papa. Dazu kuscheln sie sich mit einer Decke beide auf die Couch und gucken via iPad eine Folge. Das darf sein.

Ostern fällt doch nicht aus!

31. Mär. 10 von Daniela in , bisher 5 Kommentare

Ein gewisser Herr magdeblog behauptet ja, dass Ostern ausfallen wird und lieferte bildliches Beweismaterial.

Ich kann aber das Gegenteil beweisen! Der Osterhase ist quicklebendig und bereits im schönen Magdeburg angekommen, wo er sich momentan am sehr belebten Uniplatz aufhält:

Cränk

18. Feb. 09 von Daniela in , jetzt Kommentar schreiben

So, nun hat es auch mich erwischt. Und damit einhergehend, hatte ich das große “Vergnügen” meinen neuen Hausarzt zu besuchen. Ich mich also mit verquollenem Gesicht nach einer endlosen Nacht aus dem Bett geschält und die 200m zum Arzt gelatscht. Da es dort, für einen Montag verhältnismäßig ruhig war, war ich auch gut eine halbe Stunde später wieder daheim. Die Diagnose “Grippaler Infekt” war mir fast schon vor dem Arztbesuch klar. Und nun sitze ich am dritten Tag meiner Erkältung auf meiner bereits plattgelegenen Couch und sinniere über das arbeitswütige Virenvölkchen in meinem Körper nach…

Der Arbeitstag meiner Viren

Viren sind echte Spießer. Und weil es sich bei meinen Viren wahrscheinlich um deutsche Viren handelt, sind sie vor allem eines: Pünktlich wie die Mauerer. Ab ca. 2Uhr nachts beginnt die Frühschicht mit ihrer Arbeit. Sie beginnt mit einer Besprechung im Kopf. Und weil alle Arbeiter-Viren dort anwesend sein müssen, ist da relativ viel los, passt ja nicht so viel rein in ein so prall mit Gehirn gefülltem Köpfchen. Die Besprechung dauert meist sehr lange und weil das ewige Gedrängle und Gedrücke der Leid geplagten Arbeiter-Viren auch an den Nerven des Wirts (Ich) zerren, wacht dieser schließlich erwartungsgemäß gegen 3Uhr nachts auf. Ist die Besprechung erledigt, verteilen sich die fleißigen Arbeiter und begeben sich zu ihren Einsatzpunkten, die da wären:

  • Kopf
  • Rücken
  • Nase
  • Ohren
  • Augen
  • Gelenke
  • Bronchen
  • Hals

Nach ca. 2-3h vorbildlicher Arbeit gibts dann die erste Pause des Tages, diese wird vor Ort gemacht, lediglich die Arbeit wird niedergelegt. Das bekommt auch der Wirt mit und schafft es oftmals für 1, maximal 2h zu schlafen. Gekräftigt vom Frühstück gehen die Arbeiter-Viren wieder ans Tagwerk. Der Wirt ist in der Zwischenzeit aufgestanden und versucht die Arbeit der Viren mit vielversprechenden Erkältungsbädern, gesunder Nahrungsaufnahme, Tabletten, Salben, körperlicher Ruhe und frischer Luft zu sabotieren. Doch die Arbeiter-Viren sind zäh.

Mittlerweile ist es Mittag geworden. Essenspause! Durch die Ohren ertönt das Signal aus der Kantine, was sich für den Wirt wie Tinitus anhört, in Wahrheit aber nur die Mittagspause einläutet. Die Viren sind hungrig und drängen in die Kantine, vom Wirt auch als “Stirnhöhle” bezeichnet. Nach gut 1 bis 2h ist der Spuk vorbei und die Arbeiter-Viren gehen zurück an ihre Arbeitsstellen. Dort wird ordentlich und gewissenhaft bis ca. 20Uhr gearbeitet. Dann ist Schichtwechsel (Langer Arbeitstag, das schreit nach Gewerkschafts-Organisation!). Alle wollen nach Hause und drängen durch die schmalen Gänge und Wege des Wirtskörpers und verursachen einen ordentlichen Stau von Kopf bis Fuss. Ein erneutes Erkältungsbad und ein verzweifelter Inhalationsversuch seiten des Wirts scheitern und so ist es nicht selten, dass der Stau sich erst gegen späten Abend etwas lichtet. Geschwächt von den vielen gesundheitsfördernden Maßnahmen des Wirts, ziehen sich die Arbeiter-Viren zurück und überlassen ihre Arbeitsstelle der nächsten Schicht, die pünktlich gegen 2Uhr nachts eintrifft.

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