Zuviel Testosteron
Meine Güte, mir fällt gerade auf, dass mein momentanes Umfeld sehr testosteron-lastig ist. Das fängt schon im Feedreader an. Mal abgesehen von 1 einzigen Blogger-Dame werden die von mir beäugten Blogs sonst nur von männlichen Probanden gepflegt oder auch vernachlässigt.
Auch mein Freundeskreis, der sich früher fast ausschließlich aus Mädchen zusammensetzte, ist rein vom momentanen Aktivitätslevel ebenfalls sehr männlich geprägt. Letzte Woche war ich mit Freunden in der Stadt verabredet. Beim Stelldichein in gemütlicher Runde war folgende Konstellation zu bemerken: 2 Autofreaks, die sich an diesem Abend kennenlernten und sich stundenlang über Autos unterhielten und ohne sich beim Namen zu kennen; 3 Internet/Technik-Freaks, die den Abend dazu nutzen, um festzustellen das ja die magentafarbene Firma irgendwie doof aber manchmal unausweichlich ist. Es dabei auch schafften, das Wort “App” mindestens genauso häufig auszusprechen wie Walter und der Dude das Wort “bekackt” im Film “The big Lebowski”; und dann noch ein Herr, der seine gerade erworbene Flasche (was war das – Brandy oder Cognac?) in den höchsten Tönen lobte und sich vorstellte wie er auf einem Bärenfell mit Jo-Gerner-Blick den edlen Tropfen genießen würde.
NARF
Dann wohnt ja da noch dieser kleine Mann in meinem Bauch, der beim letzten Ultraschall noch mal so richtig deutlich demonstrieren wollte, dass er auch WIRKLICH ein Junge ist. Statt eines schönen 3D-Fotos vom Gesicht bekamen Mama und Papa einen Eindruck von der unteren Ausstattung ihres Sohnes. NICE!
Ich muss mal die Brücke zum eigentlichen Thema schlagen. Ich glaube ich bin auf der Suche nach ein bisschen Lesewerk von östrogen-gesteuerten Menschen, sprich: Kennt ihr noch gute Blogs, die von Frauenhand geführt werden? Ich hätte da nämlich bedarf!
Mainstream-Hass oder auch: Anti-Anti-Anti-Anti
Heute auf Twitter wetterte wieder irgendjemand über irgendwas, weil ihm dies und jenes zu Mainstream wäre. So ein typischer Anti. Was Massen interessiert kann ja nur schlecht, einfältig oder uninspiriert sein. Ja ok, Dieter Bohlen ist jetzt ein gutes Beispiel für Antis, das muss ich zugeben. Aber es scheint ja wirklich Leute zu geben, die nach dem Grundsatz leben: Alles, Hauptsache nicht massenkompatibel. Mir solls ja grundsätzlich egal sein, ob jemand nen Fernseher oder nen Bett als zu mainstreamig empfindet allerdings was mich wirklich stört sind die sogenannten Anti-Missionare. Leute, die meinen, man müsse den schlechten Normalo-Geschmack aus anderen herausexorzieren. Bei mir geht‘s da oft um meine musikalischen Vorlieben, wie die zu meiner Lieblings-Kapelle “Die Ärzte”. Sätze wie:“Na die sind doch gar nicht (mehr) punk.”, “Das hören ja sogar 11-Jährige und Kommunalamts-Vorsitzende”. “Bäh, das wird im Radio gespielt!“ sind sehr gebräuchlich.
WTF?
Warum sollte mich das denn interessieren? Wichtig ist doch, was meinen Ohren gut tut, was mich glücklich macht. Aber doch nicht der Gedanke, was Millionen andere vielleicht darin sehen oder nicht sehen können? Was für ein Problem haben diese Anti-Leute eigentlich? Vielleicht ein Identitätsproblem? Eine nicht überwundene pubertäre Phase? Spielen Sie vielleicht zu viele Killerspiele und/oder haben sie keine Freunde?
Ich habe ja eigentlich nichts gegen Antis. Lustiger Weise führen sie sich selbst ad absurdum– Mittlerweile gibt es so viele von ihnen, dass sie theoretisch selbst als Mainstream wahrgenommen werden könnten. Ach, das Leben ist manchmal gar nicht so unfair.
PS: Sind Raucher eigentlich auch Mainstream? Also gegen die hätt ich allerdings auch was!
iPhone ja oder nein?
Im März sind wieder mal 2 Jahre Vertragslaufzeit für mein Handy vorüber. D.h. ich darf mir endlich ein neues aussuchen. Die letzten Jahre bin ich eigentlich immer am Tag X in den Handy-Laden gegangen und hab vor Ort entschieden, welches Handy zukünftig in eine meiner vielen NaTASCHas leben darf. Ich war bisher ja relativ anspruchslos und sehr funktional eingestellt. Schick musste es nicht sein, es sollte zum Anrufen genügen und texten können.
Jetzt habe ich aber Bekanntschaft mit dem iPhone gemacht und liebäugle ja ein bisschen damit. Sicher benötige ich gut 70% der Anwendungen nicht und eine App-Süchtige werde ich auch nicht werden, ja und eigentlich geht mir dieser ganze Apple-Hype auf den Keks (Twitter darf ich ab heute 19Uhr wohl nicht mehr besuchen, wenn ich nicht anddauern was von Steve Jobs, iTablet oder Apple, lesen will). Aber grundsätzlich find ich die Funktionen vom iPhone schon interessant. Ich sehe mich (für weibliche Verhältnisse) schon als recht web-affine und würde auch jene Funktionen nutzen, aber reicht das aus um einen teureren Tarif und teurere Anschaffungkosten zu rechtfertigen. Kamera sei mal dahin gestellt. Ich hab erst zu Weihnachten ne ganz tolle Digicam bekommen und brauche also keine hochauflösende iPhone-Cam. Auch mach ich mir ein bisschen um das Handling sorgen. Für abgegnabbelte und abgefressene Nerd-Fingernägel mag die Bedienung ja einfach sein, aber ich mit meinen manikürten Fingernägel habe da doch des öfteren Probleme beim Bedienen.
Was also tun? Reizen würde es mich ja schon, aber irgendwie sind die Nachteile nicht wegzudiskutieren. Auf der anderen Seite kann man soviel Schnickschnack mit machen, z.B. Doodle Jump spielen ^^
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