Auge um Auge, Zahn um Zahn - Der Augenzahn

11. Feb. 12 von Daniela in , bisher 5 Kommentare

Augenzahn WTF? Gibts wirklich. So wird der Eckzahn im menschlichen Gebiss genannt. Er bekommt deshalb einen speziellen Begriff, weil seine besondere Position gewisse Nerven im Gesicht tangieren und die empfindliche Augenregion drangsalieren kann. Besonders bei der Detition, also Zahnung. Eltern wissen also um die grauenhafte Bedeutung dieses Ereignisses. (Als ich noch keine Ahnung von Kindern hatte, dachte ich naiverweise dass das Thema Zahnen mit 6 Monaten gegessen sein. Stupid me!)

Ich erwähne dass, weil ich heute morgen beim Todd 2 kleine weiße Spitzen erblickte, die sich in der Lücke im Obergebiss zeigten. Die bis dato unversehrte Kauleistenstelle, wird von den bereits vorhandenen Zähnen begrenzt und in den nächsten Tagen (Oh Gott, ich hoffe es sind wirklich nur ein paar Tage) mit den Augenzähnen ergänzt. Das erklärt auch das ganze Gequengel und Gezeter der letzten Tage. Seit Donnerstag ist der Todd, besonders gen nachmittags einfach nur mies drauf. Die Augen tränen und verkleben, das große Geschäft ist ein sehr dünnes und beim Essen sind wir wieder auf einem sehr niedrigen Niveau, begleitet von diversen Heulunterbrechungen. Als weiterer Nebeneffekt, den ich bei einem sonst eher unschmusigen Todd, gern hinnehme ist seine Anhänglichkeit. Ganz ehrlich: Es macht mir nichts aus, dass er meine Nähe sucht und sich am liebsten nur an mich oder den Papa kuschelt. Er möchte gestreichelt und umarmt werden. Ich deute es als Zuneigungsbekundung.

Wie immer war heute 18.30Uhr Schicht im Schacht. Nachdem auch das Abendbrot eher mau ausfiel, wurde wenigstens noch eine große “Schlasche” (Flasche) geleert und sich dann fest an Schnuffi gekuschelt. Jetzt lässt er sich von seiner Spieluhr (Fienchen) berieseln und findet hoffentlich in einen erholsamen Schlaf. Mal sehen ob ich heute mit einem wachen Auge(nzahn) rechnen muss.

Schub-Schub-Schubidu

12. Jan. 12 von Daniela in , bisher 3 Kommentare

Ach ja, es geht doch nichts über einen ordentlichen Schub beim Kind. Schub = Die Ausrede für unberechenbares, wutanfälliges, nervenaufreibendes Verhalten des Nachwuchses. Ich weiß nicht ob es schon die Trotzphase ist oder einfach Macke, was auch immer in ihn gefahren ist, er ist eindeutig nicht zufrieden. Mit sich, mit seinem Spielzeug, mit seinem Essen und natürlich mit uns Eltern. Wir machen alles falsch. Wir bringen ihm den falschen Baustein, gehen in die falsche Richtung, sagen nicht das richtige und sind generell unperfekt.

Das wird dann oft mit Gebrüll, Gestrampel und zu-Boden-werfen quittiert. So ganz klassisch wie man sich das vorstellt. Die Beine knicken ein, die Arme schlüpfen aus dem sicheren Griff und schwupps liegt das Kind auf dem (gern auch nassen, unbefestigten Geh-)Weg. Krokodilstränen und Schreikonzert inklusive. Das ganze dann gern 2-3x pro (Nachmit)Tag. Ganz kritisch wird es dann, wenn sich dazu noch Müdigkeit gesellt. Bedingt durch den aufreibenden Krippenalltag ist dann gut und gern auch schon gegen 17Uhr Schicht im Schacht.

Jetzt muss da aber noch Abendbrot rein ins Kind. Blöd nur, wenn der Todd da gerade seine Runterwerf-Phase hat. Wenn er gut drauf ist, nimmt er ein paar Bissen/Löffel, bevor er beginnt sich selbiges in die Haare zu schmieren. Am Ende ist da mehr Pizza aus “Space Balls” als Todd.

Auch das Spielen wird da zum Spießrutenlauf. Man macht ja alles falsch. Dann kommt ein wütendes “NEIIIN!” und bumms fliegt einem der Duplostein (fast) an den Kopf. Malen? – NEIIIN! Buch anschauen? – NEIIIN! B.obbycar fahren? – NEIIIN! Bausteine? – NEIIIN!

Ich glaube was mich daran eigentlich so nervt, ist die eigene Unsicherheit, wie man mit solchen Schu-bi-dus umgeht. Was ist der richtige Weg? Ignorieren? Mit ihm reden? Auszeit verpassen? Es ist bei mir so eine Mischung aus allem. Und je nach Tagesform. Mit dickem Kopf am Ende eines Arbeitstages fällt es schwer amüsiert darüber hinwegzusehen. Dann sitzt der Todd schon mal in der Mitte seines Zimmers und darf sich ausgnatzen.

Als ich kürzlich mit meiner Mutter darüber sprach, musste sie lachen. Bei ihr/mir war es ähnlich. Wenn ich den Schu-bi-du hatte, durfte ich zum Wüten in mein Zimmer. Und da erst wieder raus, wenn ich “wieder lieb war”. Meist schaute meine Mutter nach ein paar Minuten rein ob ich nicht schon alles kurz und klein geschlagen habe wieder “lieb war”. Meist war die Antwort “NEIIIN!” und sie ließ mich wieder allein. Sie berichtete, wie ich dann ein paar weitere Minuten dann herauskam und mit freudestrahlendem Gesicht verkündete:“Ich bin jetzt wieder lieb!”

Gott gebe mir diese Gelassenheit!

Kita wechsel dich

10. Jan. 12 von Daniela in , jetzt Kommentar schreiben

Mit 2 Jahren wird für den Todd planmäßig ein von uns gewollter Kita-Wechsel angestrebt. Es handelt sich bei der neuen um eine Einrichtung, die in der Familie des Besten eine feste Verankerung hat. Schon die Mutter des Besten besuchte sie, der Beste selbst freilich auch und auch sonst ist es quasi die “Familien-Kita”, die von vielen Mitgliedern besucht wurde. Tradition kann auch schön sein, und daher gefällt mir der Gedanke sehr, dass der Todd dann in 3. Generation diese Kita besuchen wird. Er kommt sogar in die Gruppe, deren Erzieherin auch schon die des Todd-Papas war. Irgendwie anheimelnd.

Nun nimmt diese Kita die Kinder erst mit 2 Jahren auf, da sie keine Krippen-Einrichtung ist. Daher meldeten wir den Todd in einer anderen Einrichtung an. In seiner aktuellen Krippe läuft es mal besser mal schlechter. Es gibt Dinge, die uns stören und Dinge die uns mächtig stören. Aber nun will ich nicht nur schlechtes berichten. Tatsache ist, dass die Erzieherinnen wirklich nett sind und der Todd sie sehr gut angenommen hat (Inklusive Gebrüll, sobald seine Erzieherinnen mal aus dem Raum gehen). Mir ist außerdem auch bewusst, dass in einer Kita nicht alles super laufen kann. Es ist nun einmal eine Fremdbetreuung und nicht das Optimum. Falls es das überhaupt gibt.

Dann gab es diese beiden “Vorfälle”. Der Wasserschaden und die Teppichverlegeaktion, die unseren Wunsch den Todd eventuell doch schon früher wechseln zu lassen, erweckt haben. Dazu kommt unsere (insgeheime) Hoffnung, dass der Todd mit dem Wechsel in die neue Einrichtung auch gesundheitlich stabiler wird. Denn der Anteil an jüngeren Kindern in der Todd-Gruppe wächst logischerweise. Und kleinere Kinder sind nun einmal krankheitsanfälliger. Die naive Hoffnung, dass der Todd in einer Gruppe mit älteren Kindern weniger Bazillen abbekommt, verstärkte den Gedanken, dass ein früherer Wechsel im gut tun würde.

Auf meine Anfrage hin, zeigte sich die neue Einrichtung sehr unterstützend und zuversichtlich, dass der Todd auch schon ein paar Monate früher zu ihnen kommen kann. Lediglich das Jugendamt müsste zustimmen. Ich sollte ein entsprechendes Schreiben aufsetzen.

Jetzt fehlte der Todd längere Zeit in seiner Krippe und geht nun seit ein paar Tagen wieder. Und wieder fiel mir die Herzlichkeit auf, mit der die Erzieherinnen ihn begrüßten. Ich bin wirklich froh, dass der Todd in die eindeutig bessere (vom Dragonier der anderen Gruppe muss ich mal separat berichten) Gruppe gekommen ist. Und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass der frühere Wechsel (der dann in 2 Monaten wäre) doch keine so gute Idee ist. Gerade erst wieder integriert und dann wieder neu eingewöhnen. Natürlich würde er dann eh in 4 Monaten wechseln. Aber das sind eben 4 Monate, für ein Kleinkind ein halbes Leben. Ganz davon ab, dass er auch in der aktuellen Kita in eine neue Kindergartengruppe wechseln würde. Eventuell steht auch noch eine Kur an, die dann eine zusätzliche Unterbrechung wäre. Irgendwie zuviel Hick-Hack.

Das jetzt alles wieder abzublasen ist dennoch ein doofes Gefühl. Da mache ich diesen ganzen Wirbel, damit er früher wechseln kann und dann nun doch nicht?

Nun sind der Beste und ich noch einmal in uns gekehrt und haben entschieden, den Todd normal zum 2. Lebensjahr wechseln zu lassen. Zu viele unsichere Komponenten, zu viele “eventuell“se.

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