Terminator 5 wird ein Debakel - Ich weiß es!
Als Fan (obwohl ich den Ausdruck “Fan” nicht wirklich leiden kann) blutet einem bei einer solchen Ankündigung das Herz:
“Terminator 5 mit neuem Konzept.”
Klingt ja erstmal ganz harmlos. Der wissende Kenner ahnt allerdings: Das geht ins Auge. Warum? – Weil nach Teil 2 ein 3. Teil mit neuem Konzept folgte, dem folgte ein 4. Teil mit – natürlich – neuem Konzept. Zwischendurch gab es auch eine TV-Serie zur “Terminator-Reihe”. Mit ganz neuen Einflüssen – eine Umschreibung für “neues Konzept”.
Neues Konzept sucks! Weil neues Konzept heißt: Neue Produktion, neues Team, neue Schauspieler. Wie war das mit dem Brei und den vielen Köchen? Als ob der Zuschauer nicht schon durch das Zeitparadoxon genügend verwirrt ist… Spätestens wenn im 5. Teil ein neuer kreativer Regisseur mit einem noch viel kreativeren Produktionsmanager austobt, wirds in ungefähr so lächerlich wie mit der Highlander-Saga.
Hier ist das Kind nämlich schon in den Brunnen gefallen. Nach einem grandiosen 1. Teil folgte eine auch sehr ansehungswürdige TV-Serie, die dem Stil des Originalteils treu blieb und sich so durch 6 Staffeln eine große Fangemeinde aufbauen konnte. Nur um diese nach Abschluss der Serie mit einem mittelmäßigen 4. Teil der Saga zu langweilen und mit einem desaströsen 5. Teil fast ins Grab zu bringen. (Teil 2 und 3 kamen schon während der Serie raus, ignorierte diese aber völlig und fiel, trotz namenhafter Schauspieler, bei den Zuschauern gnadenlos durch). Der letzte Teil brach dann mit so ziemlich allem, woran der Fan gewöhnt war. Und was machen wir, wenn wir keine Ideen mehr haben? – Wir töten einfach mal beliebte Charaktere. Gute Idee… NICHT!
Und je mehr Abgründe Neuigkeiten sich aus der aktuellen Terminator-Produktion auftun, desto mehr beschleicht mich das Gefühl dass die Fortsetzung der Reihe in einem oberpeinlichem Desaster endet, ähnlich dem von Highlander.
Liebes Produktionsteam, ich weiß ihr wollt viel Geld machen und wahrscheinlich werdet ihr euch nicht aufhalten lassen, aber wenn ich nur ein Fünkchen Respekt vorm Original habt, lasst den Terminator endlich in Ruhe frieden ;)
"Wie lange?"
Kassenpatienten sind wie Eiterpickel für die meisten Ärzte: Es gibt viel zu viele davon und sie kehren ungefragt und in regelmäßigen Abständen wieder. Das belastet natürlich nicht nur die Versicherungsgesellschaft, sondern eben auch das Budget des Kassenpatienten geplagten Arztes. Versucht man gegen Ende eines Quartals noch kurzfristig einen Termin zu bekommen, gleicht das dem Versuch ein Abschleppseil durch ein Nadelöhr zu pressen. Die längste Wartezeit auf einen Termin bei nem Spezialisten belief sich bei mir um ein 3/4 Jahr. Ich musste sogar von einer Hochzeit kurzzeitig verschwinden und mit Festkleidung im Wartezimmer Wurzeln schlagen.
Na gut, ich erzähle nichts neues, ich weiß. Heute hab ich mich aber mal wieder arg über meinen aktuellen Hausarzt geärgert. Da schicke ich extra eine Freundin hin, damit sie mir eine Übeweisung abholen kann und dann hat eben jener Doc nicht geöffnet. Entgegen der telefonischen Absicherung meinerseits ein paar Tage zuvor. Naja, was soll ich auch von einem Arzt halten, bei dem zu Bestzeiten der H1N1-Panikwelle gähnende Leere im Wartezimmer herrschte? Wo sich in den Räumlichkeiten abfallender Putz und vermoderte Teppiche gute Nacht sagen? Wo der Arzt statt um 8Uhr einfach mal gegen 9Uhr in die Praxis kommt oder zwischendurch mal für nen Stündchen auf nen Käffchen verschwindet? Wo der erste Satz, beim Betreten des “Behandlungsraumes”, lautet: “Wie lange?” (Krankschreibung).
“Mrs. Felsenheimer, warum gehst du da überhaupt hin?” – Ja, die Frage ist berechtigt, aber ich habe durchaus plausible Gründe. Der eine ist, dass ich eigentlich bei speziellen Sachen eh stets gleich zum Facharzt gehe. Der andere ist der, dass wenn ich einen quälenden Infekt ausbrüte und ich mich gerade mal noch so auf den Beinen halten kann, ich froh bin mein Leben zu haben und nicht erst durch die ganze Stadt jockeln muss. Mein Arzt ist nämlich in ca. 200m Luftlinie entfernt. Und letztlich habe ich bisher einfach noch keinen vernünftigen Hausarzt gefunden. Irgendwie sind sie ja eh alle gleich, und warum dann für den gleichen “Service” ewig herumgondeln?
Allerdings wirds nun wirklich Zeit für eine Trennung. Denn bei dem baulichen Zustand der Praxis muss ich ja mittlerweile Angst haben verschüttet zu werden, oder zumindest, dank des kuschligen Schimmels an den Wänden, ein chronisches Lungenleiden davon zu tragen.
Aber am besten ist eben: Man wird einfach nicht krank! Ein guter Vorsatz!
Berg und Talbahn
Vom Berg-und-Talbahn-Karussel aufm Rummel wurde mir immer schlecht. Schlecht ist mir gerade auch. Nein, nicht vom Berg-und-Talbahn-Fahren und auch nicht im übertragenen Sinne. Schlecht im wahrsten Sinne des Wortes. Nun war ich weder in ner dunklen Schaben-Spelunke speisen oder habe mich gar übergessen mit Lebkuchen, nein. Wenn einem Mädel schlecht wird, hat das meist auch einen sehr evolutionären Grund: Ein paar Zentimeter unter meinem Magen hat sich ein Untermieter eingenistet. Dort haust er nun seit 13 Wochen und bereitet seiner Vermieterin neben Übelkeit vor allem eines: Freude.
Der Verursacher des ganzen, bemüht sich redlich um mein Wohlbefinden und ist in heller und gespannter Aufregung. In den letzten Tagen haben wir unser (derzeit) ca. 65mm kleines Geheimnis Freunden und Verwandten mitgeteilt, die sich ausnahmslos sehr für uns gefreut haben. Ein bisschen schade fand ich es, dass der baldige Papa bei den Glückwünschen oft ein wenig übergangen wurde. Während mir Arme und Wangen entgegen gedrückt wurden, saß der arme Graf immer am Rande und schaute ein bisschen traurig durch die Gegend. Dabei hat er doch genauso viele Anteile an “Schlomo”.
“Schlomo” ist der Arbeitstitel des Projekes “Baby”. Es soll gänzlich geschlechtsunspezifisch sein, denn wir wissen ja selbst noch nicht obs ein Graf oder eine Gräfin wird.
Nun könnte man wohlwollend behaupten die letzten Tage waren positiv aufregend. Ja, das waren sie auch. Mal abgesehen vom gestrigend Abend. Aber kurz erklärt.
Nachdem wir gestern gegen 20.30Uhr endlich daheim angekommen waren, sah der Graf aufm AB ein Blinken. Norja, is ja nix dabei. Es war die Sprechstundenhilfe meiner Frauenärztin. “Hallo Mrs. Felsenheimer, bitte rufen Sie morgen in der Telefonsprechstunde zurück, es geht um eine Absprache.” Nun, ungewöhnlich aber auf den ersten Blick nicht weiter beängstigend. Dann aber fiel mir ein: Am Freitag letzter Woche hatte ich eine Blutentnahme zwecks Gefahrbestimmung einer Chromosomenstörung. PANIK. “…es geht um eine Absprache”. Welcher Art, ging es mir durch den Kopf. Terminabsprache zur weiteren Diagnostik? Absprache um mich auf ein mögliches schlechtes Ergebnis einzustimmen? Es war eine der längsten Nächte unseres Lebens und zum ersten Mal spürten wir die Angst, die uns von vielen Eltern beschrieben wurde. Was wenn was mit dem Kind nicht stimmt? Kann das sein? Es sah alles so gut aus. Was machen wir jetzt? Kann ich die Zeit bis zur definitiven Abklärung überhaupt überstehen? Schadet die Aufregung dem Kind? Hätte ich meinen Grafen nicht, ich wüsste nicht wie ich die Nacht überstanden hätte.
Der heutige Tag brachte Klarheit. Wir fuhren natürlich gleich frühs in die Praxis, bis zur Telefonsprechstunde zu warten wäre definitiv nicht drin gewesen. Die nichts ahnende Sprechstundenhilfe erklärte uns dann, dass es irgendein Problem mit der Laborrechnung gäbe und sie uns nur bescheid sagen wollte. In diesem Moment schlugen 4 Herzen in mir: Das eigene, Schlomos, das einer Erwürgerin und das einer Liebkoserin. Ich hätte Meuchelmörderin und Amor in einem sein können. Sichtlich erleichtert verließen wir die Praxis.
Und nun, nachdem sich die Aufregung gelegt hat, können wir uns wieder ungestört der Freude auf unseren Schlomo hingeben.
Hier das erste Bildchen
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