Be Veggi ... ein bisschen

08. Nov. 10 in , bisher 7 Kommentare

Eines vorweg: Fleisch ist lecker…leider. Nichts geht über ein gut gebratenes Stück Steak. Oder den Entenbraten zum Weihnachtsfest. Ich könnte nie Vegetarier werden. Und dennoch: Betrachtet man mal seinen eigenen Fleischkonsum, und ich rede von Qualität und Quantität, könnte man ins Grübeln kommen. So erging es mir. Ich setzte mich kritisch mit meinem täglichen Ernährungsverhalten auseinander und stellte fest, dass ich zu viel von zu schlechter Qualität zu mir nehme. Es ist zu vergleichen mit der Situation eines Restaurant-Besuches: Man ist zufrieden, wenn das bestellte Essen gut aussieht und schmeckt. Einen Blick in die Küche wagen möchte man jedoch meist nicht.

Ich bin keine unbedingte Bio-Verfechterin. Bei einigen Produkten achte ich drauf, bei anderen nicht. Fleisch gehörte bisher nicht dazu. Das lag zum einen daran, dass die üblichen Supermärkte gar kein Bio-Fleisch anbieten und zum anderen ist Bio auch teurer. Und wenn sich wirklich mal ein Bio-Fleisch-Produkt im Supermarkt verirrt, ist es kaum das Bio, was ich mir vorstelle. Es ist Discount-Bio. Ich kaufe ja auch keinen Computer bei Aldi.

Ich habe mir sagen lassen, dass es in Magdeburg einige gute Bioläden gibt. Dann aber auch zu Bio-Läden-Preisen. Kleine Frau – was nun? Schon länger fiel mir auf, dass ich bei Fleischgerichten ziemlich mäkelig geworden bin. Hackfleisch gabs nur noch vom Fleischer, bei Hähnchen schnitt ich die Hälfte ab, weil noch Fett oder Blutiges dranhafteten, Schwein kaufte ich eh eher selten und Rind gabs so gut wie nie. Auf dem Teller pickte ich in meine Fleischhappen hin und her und suchte nur die besten Stücke heraus. Immer wieder spukten mir die Geschichten von Antibiotika gemästeten Hühnern, Geschwür übersehtes Fleisch und mit Schweinzähnen gefleischwolftes Mett umher. Irgendwie fühlte ich, dass es eine gute Zeit wäre, um meinen Fleischkonsum einzuschränken. Aber noch einmal: Ich werde nie, niemals voll vegetarisch leben (können). Und das ist auch nicht meine Absicht. Vielmehr möchte ich eine ausgewogene vegetarische Kost mit qualitativ hochwertigerem Fleisch kombinieren. Also weniger Fleisch, dafür umso besseres. Dann fällt dem Geldbeutel der Weg in den Biokostladen nicht so schwer.

Und den Worten will ich nun Taten folgen lassen. Habe mir also heute ein Kochbuch mit vegetarischen Rezepten besorgt und bin gespannt, wie es um meine Vorsätzen in ein paar Tagen, Wochen bestellt ist. Ich werde meinen Vegetarier-Versuch weiter hier dokumentieren. Passend dazu habe ich eine neue Artikel-Kategorie eingeführt. Da alle meine Kategorien auf Die-Ärzte-Songs basieren, wählte ich “Ich ess Blumen”. Und weil ichs kann, beende ich diesen Artikel mit dem dazugehörigen Lied:

7 Kommentare

  1. Muahahaha, der arme Christian… Ich bin immer für Vegetarisch, Fleisch esse ich und das wird mir keiner glauben oft nur ein bis zweimal die Woche. Meistens bei Oma!

    Guten Appetit

    ich stehe auf deiner Seite!

  2. @Basti: aber nur weil du weißt, dass kuchen vegetarisch ist! ;)

  3. Gravatar dieses Kommentators Christian [Permlink] 08.11.2010

    Der Dönermann wird mein bester Freund… mal gucken ob ich Rabatt bekomme :-/

  4. @Christian nicht das du noch zum dönertier wirst^^

  5. Gravatar dieses Kommentators Schickel [Permlink] 08.11.2010

    Hey dani, geistreiche Idee und ich kann dir zu deinem Artikel nur zustimmen. Hab mich Auch ein wenig damit beschäftigt. Christian und mandy können sich dann wohl zusammentun.
    Nicht das Christian nach den ganzen dönern noch haare im Nacken wachsen^^

  6. hehe, mir gehts schon länger so, wochenend-fleischessser!

  7. ja, das wäre auch meine ideal-vorstellung. aber der graf mosert ja schon nach 2 tagen fleischlosem essen ;)

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