Atmen, Dehnen, Strecken - Pilates
Gestern fing nun endlich mein Pilates-Kurs an. Der Kurs, welche von der Magdeburger Volkshochschule ausgerichtet wird, ist nun 14x Montags mein Wegbegleiter.
Pilates ist eine Mischung aus Atem- und Dehnübungen mit abschließenden Krafttrainingseinheiten. Es ist ein intensives Muskeltraining, in dem nicht nur Ausdauer gefragt ist, sondern auch (Willens)Kraft.
Am ersten Kurstag gestern fingen wir mit den Grundübungen an. Dabei bestehen die ersten Stunden aus reinen Dehn- und Kraftübungen, um später dann typische Pilatesstellungen, wie beispielsweise die “Waage” ausführen zu können. Dazu müssen die Muskeln im Rücken, in den Beinen und Armen und natürlich im Bauch ausreichend vorgedehnt und kräftig genug sein, um das Eigengewicht halten zu können.
Sieht einfach aus, ist es aber nicht
Bereits bei der ersten Übung merkte ich, wie unbeansprucht meine Muskeln bisher dahin vegetierten. Ich lag auf dem Bauch und hatte die Arme gebeugt. Nun hieß es abwechselnd “aufstützen” und “absetzen” (ein wenig wie Liegestütze, nur das man mit dem Bauch auf dem Boden liegen bleibt), Liegestütze für Arme würde ich sagen. Aber spätestens nach der 7. Bewegung merkte ich wie meine Oberarmmuskeln zuckten und zitterten – mir wurde klar: Das würde kein Kindergeburtstag werden. Dabei fingen wir gerade erst an, das Schultermuskeltraining diente nur der Aufwärmung.
Die anderen Übungen galten dann dem Rücken, den Beinen, der Hüfte und den Oberschenkeln. Die letzte und schlimmste Übung war eindeutig das “sich-zur-kugel-machen”. Probiert es doch bei Gelegenheit mal aus – 10 Sekunden (und nicht mogeln!) diese Stellung halten. Oberschenkel schön auf den Bauch legen (soweit es geht) und Kopf an die Knie ziehen.
Aber das sich hier keiner über Muskelkater beschwert!
Auch ganz wichtig: Pilates gilt als gesundheitliche Prophylaxe gegen Rückenbeschwerden/-krankheiten. Die meisten Krankenkassen bezuschussen einen solchen Kurs also. Meine bezahlt ihn sogar ganz. Natürlich kann man nicht automatisch an jedem Pilates-Kurs teilnehmen. Wer Interesse hat, sollte sich vorab bei seiner Krankenkasse informieren, welche Kurse anerkannt sind bzw. welche Voraussetzungen gelten.
Ich freue mich auf den Dezember. Wenn der Kurs dann vorbei ist und ich vor Muskelkraft nur so strotze!
Eure (baldig mit Muskelkater geplagte)
Mrs. Felsenheimer
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