"All the pretty things that we could be..."

15. Mai. 12 in , jetzt Kommentar schreiben

Musik ist so so so inspirierend. Auch fürs Schreiben. Ich höre einen Song und habe ihn oft wochen-, monatelang im Ohr. Manchmal kann so ein Lied eine ganze Szene beeinflussen. Ich schreibe sie nur wegen dieses Liedes. Dabei muss der Kontext des Liedes gar nichts mit meiner Szene gemeinsam haben. Oft ist es einfach der Rhytmus oder die Stimmung des Liedes, die mich inspiriert. Weniger der Text.

Eine ganze Weile geht es mir so schon mit dem Song “Little Numbers” von ‘Boy’:

(Unnötig zu betonen, dass es sich dabei um eine Geschichte/Szene über das Verliebtsein handelt, oder?^^)

Geschmacksverirrung

14. Mai. 12 in , jetzt Kommentar schreiben

Ich weckte das Kind heute und bekam sofort einen Anschnauzer – Die Flasche war noch nicht hergerichtet. Fängt ja gut an, dachte ich. Nachdem ich es (irgendwie und unter Protest) schaffte, das Kind anzuziehen und ihn endlich zu seiner Milch kommen zu lassen, erwog ich es, mich ebenfalls rausgehfertig zu machen. Das Kind platzierte ich dazu auf unser Bett, damit er seine “Maaaama” im Blick hatte. Ich wählte ein graues Shirt mit funkelnden Nieten. Das wurde sofort kommentiert:

“Nein! Andere anzieh’n!”
“Wie, ist das nicht schön das Shirt?”
“Ausziehe!”

Heute Abend, als er dann wieder dieses besagte Shirt erblickte ging es munter weiter. Er schüttelt den Kopf und zeigt auf mich:

“Ausziehe!”
“Aber Mama findet das schön.”
“Schön… nein!”

Ich habe es natürlich anbehalten. Habe ihm erklärt, dass ich doch nicht nackig auf die Straße laufen kann. Darauf hin schlug er mir wieder “andere anzieh’n” vor.

Mein liebes Kind, ich freue mich ja ob der neuen (aktuell täglich rasant voranschreitenden) Kommunikationsmöglichkeiten. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich NICHT streiten…

Übers Schreiben #2

11. Mai. 12 in , jetzt Kommentar schreiben

Es brauchte fast genau 16 Jahre bis ich begriff, dass ich nicht der Roman-Typ bin. Ich meine den Schreibstil. Es gibt neben Romanen Gedichte, Sachtexte, Rezeptangaben, SMS, journalistische Artikel, etc. Geprägt durch das Lesen von Romanen begann ich damals auch mit der Versuch Romane zu schreiben. In meiner Phase als Beginnerin brachte ich die Geschichten sogar zu Ende. Das waren dann meist Kurzgeschichten, obwohl sie als Roman beabsichtigt waren. Naja, irgendwann geht einem die Puste aus und man gelangt an einen Punkt, an dem man sagt: Hauptsache fertig werden! Deshalb lesen sich meine Geschichten zum Ende sehr gehetzt und oberflächlich.

Als ich dann älter wurde, hörte ich in aller Regelmäßigkeit in der Mitte der Geschichte auf zu schreiben. Im Kopf war alles fertig, aber in die Tasten hauen wollte ich nicht. Ich hatte die Figuren vorgestellt, den Konflikt, die Beziehungen zueinander und war damit zufrieden. Nicht. Am wichtigsten waren mir schon immer die Dialoge. Wenn ich eine Geschichte im Kopf habe, beginnt das fast immer mit einem Dialog. Dabei ist das ganze Drumherum erst einmal nicht wichtig. Es war mir egal wie grün der Baum war oder wie sich die Sonne im Meer spiegelte. Dieses ganze Ausschmücken war mir zuwider. Nun schreibt man nicht einen Roman in dem nur Dialoge vorkommen. Ein Roman lebt ja von der fantasievollen Ausschmückung der Situation. Dem Schildern gewisser Szenen, möglichst so genau, dass auch ein einfacher Leser die Gedankengänge des Autors folgen kann. Dieses “Drumherum” verdarb mir irgendwann im 2. Drittel, meist schon früher, den Spaß am Schreiben. Ich wollte zum Punkt kommen.

Purismus ist der springende Punkt. Knackige, einfache Angaben, wie die Szenerie sich gestaltet, welche Personen anwesend sind, um was es geht. Damit schreibt man keinen Roman. Dann las ich kürzlich einen Artikel über das Schreiben von Drehbüchern. Und je mehr ich las, desto mehr erkannte ich meinen eigentlichen Stil. Ich schreibe keine Romane, ich schreibe Drehbücher! Natürlich absolut amateurhaft und nie mit dem Ernst, das wirklich zu veröffentlichen. Es geht nur um den Schreibstil. Und der unterscheidet sich extrem. Ein Drehbuch ist sehr sachlich und kompakt. Es ist dialoglastig und lässt viel Raum für die Gestaltung des “Drumherums”. Was ich zu bestimmten Szenen anzumerken habe, schreibe ich als Notiz, der Rest bleibt Auslegungssache. Ich komme schnell voran. So ein Drehbuch ist schnell verfasst. Ich bessere hier und da aus, aber ich bringe die Geschichte zu ENDE. Sehr befriedigend.

Ich nutze dazu ein entsprechendes Textverarbeitungsprogramm, dass für das Drehbuchschreiben konzipiert wurde. Es heißt Celtx und ist eine Free-Software. Ich schreibe dazu noch einmal separat meine Eindrücke und Erfahrungen, einfach weil ich es bisher wirklich empfehlen kann.

Ich schreibe Drehbücher. Das ändert alles.

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